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Kontakt

Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

081 250 67 22
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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Olympiade im Wallis? Skepsis ist angebracht

13.10.2017

In wenigen Tagen wird der Bundesrat entscheiden, ob und mit wieviel Geld er die Kandidatur für die Olympischen Winterspiele «Sion 2026» unterstützen will. Dies ist der richtige Zeitpunkt, dem Bundesrat und den Olympiabefürwortern kritische Fragen zu stellen. SP Oberwallis, Grüne Oberwallis und die Oberwalliser Umweltorganisationen WWF, VCS und OGUV bringen diese auf den Tisch. (Medienmitteilung)

Bringen Olympische Winterspiele einen touristischen Aufschwung?

Die Olympischen Spiele dauern zwei Wochen und finden im Februar statt. In eine Zeit also, in der das Wallis touristisch gut ausgelastet ist. In den touristischen Hotspots sind die Betten in dieser Zeit voll. Was also bringt ein Megaevent genau dann, wenn die Hotels und Restaurants auch sonst gut ausgelastet sind? Welchen touristischen Aufschwung soll das bringen? Werden nicht einfach die Stammgäste verärgert, die dann im Jahr 1 nach Olympia nicht mehr ins Wallis kommen? Wäre es nicht sinnvoller, wiederkehrende Events zu fördern und den Ganzjahrestourismus auszubauen statt weitere Investitionen in Wintersportanlagen zu tätigen?

Bringen Olympische Winterspiele Werbung für das Wallis und die Schweiz?

In einem übermediatisierten Zeitalter, in dem Medien und Werbekanäle immer und überall zugänglich sind, in dem die Leute über ihren Urlaub in der Schweiz direkt twittern und ständig irgendwo Veranstaltungen stattfinden und nach überall übertragen werden, verliert die Olympiade als Ereignis je länger je mehr an Bedeutung. Der Werbeeffekt ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Wollen wir dafür wirklich so viel Geld ausgeben?

Sind Olympische Winterspiele finanziell tragbar?

Die Promotoren sprechen davon, dass die Spiele die öffentliche Hand nicht viel kosten werden. Es gibt bis heute keine Spiele, wo dies eintraf. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass olympische Spiele aufgrund der steigenden Infrastruktur- und Sicherheitskosten immer teurer geworden sind. Das IOC verlangt vom Ausrichterstaat eine unbegrenzte Defizitgarantie. Dass die Schweiz diesen Trend ändern kann, ist mehr als zu bezweifeln. Die geplanten Kosten belaufen sich auf 1.86 Milliarden Franken, davon soll die öffentliche Hand rund eine Milliarde tragen. Doch das wird nicht genügen. Laut einer Studie der Universität Oxford über die Olympischen Spiele seit 1960 betrugen die effektiven Kosten im Mittel satte 150 Prozent des Voranschlags. Zudem gab es noch nie langfristig positive ökonomische Effekte nach den Spielen, sondern stets grosse Schuldenlasten.

Kommt hinzu, dass die enormen Kosten für die Sicherheit (Stichwort Luftraum) nicht in den Berechnungen enthalten sind. Die Sicherheit an einem dezentralen Anlass an verschiedenen Orten der Schweiz zu gewährleisten, erfordert den Einsatz der Armee, interkantonaler Polizeikräfte und auch ausländischer Verstärkung. Die Kosten dafür vorab zu beziffern, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Erwartet wird, dass der Bundesrat einen Betrag von rund einer Milliarde Franken sprechen wird. Wie ist dieser Beitrag mit den Sparbudgets der letzten Jahre und mit der harten finanzpolitischen Linie des Bundesrates zu vereinbaren? Wo soll dieses Geld eingespart werden? Wie sinnvoll sind Investitionen in olympiataugliche Wintersport-Infrastrukturen in Zeiten von Klimawandel und Schneemangel?

Kann die Schweiz Nachhaltigkeit in die Olympischen Spiele bringen?

Die Olympischen Spiele sind bisher von Mal zu Mal gewachsen, und die Anlagen für die aktuell 100 Sport-Disziplinen wurden immer grösser. Damit ist auch der Tross von Sportlern, Beratern, Medienschaffenden, Zuschauern etc. stetig gewachsen. Das IOC hat sich zwar für nachhaltige Spiele ausgesprochen, bisher aber trotzdem immer nach dem Grundsatz gehandelt: «Citius, altius, fortius» – «schneller, höher, stärker». «Small is beautiful» war noch nie ein Motto des IOC. 2800 Athletinnen und Athleten sowie 100’000 Besucherinnen und Besucher, die in fünf Kantonen an 20 verschiedenen Standorten Wettkämpfe sehen wollen, verursachen viel Verkehr und benötigen auch viel Infrastruktur. Am Ende bestimmt das IOC über die Vorgaben zur Ausführung. Olympische Winterspiele sind immer eine ökologische und soziale Belastung, wenn auch in der Schweiz vielleicht etwas weniger als an anderen Orten.

Kontakte:
• Grüne und VCS: Brigitte Wolf, 079 456 95 54

• SPO: Doris Schmidhalter-Näfen, 076 546 82 70

• WWF: Klaus Minnig, 027 923 42 33

• OGUV: Edgar Salzmann, 079 869 55 08

Laura Schmid

WWF gegen Sion 2026

31.08.2017. Olympische Spiele sind immer und überall eine untragbare Belastung für die Umwelt, die Landschaft und die öffentlichen Finanzen. Nachhaltige, ökologische Olympische Spiele sind eine Illusion. Unsere Alpen brauchen mehr Schutz und eine nachhaltige Entwicklung; olympische Spiele sind das Gegenteil davon.

 
Lisa Mazzone

INTERPELLATION

Welche demokratischen Schritte stehen im Bewerbungsverfahren und bei der Durchführung der Olympischen Winterspiele 2026 offen? Welche Garantien werden gefordert?

 
 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.