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Kontakt

Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

081 250 67 22
E-Mail

Der Weg zu OWS 2022

• 03. März 2013:
«Graubünden 2022» ABGEWÄHLT

• 17. Oktober 2013:
«Barcelona 2022» VERZICHTET

• 10. November 2013:
«München 2022» ABGEWÄHLT

• 17. Januar 2014:
«Stockholm 2022» VERZICHTET

• 26. Mai 2014:
«Krakau 2022»
ABGEWÄHLT

• 30. Juni 2014:
«Lwiw 2022»
VERZICHTET

• 31. Oktober 2014:
«Oslo 2022»
VERZICHTET

• 31. Juli 2015:
«Peking 2022»
The Winner is the IOC

The Winner takes it all. The Winner is the IOC!

Seit 1915 hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) seinen Sitz in Lausanne und ist ein nach Schweizer Recht eingetragener Privatverein. Das IOC verfügt über die Olympischen Spiele und ist «Eigentümer» der olympischen Symbole und der Spiele. In der Olympischen Charta sind keine grossen ethischen oder sportphilosophischen Abhandlungen zu finden, im Gegenteil: In ihr und in dem Host City Contract mit den Gastgeberorten sind die Geschäftsbedingungen für die Vergabe der Olympischen Sommer- oder Winterspiele geregelt – und zwar genauestens.

Denn es geht um Geld, und zwar um immer mehr Geld. Wie der Fussball-Weltverband FIFA im Fall der WM zwingt das IOC jeder Regierung, die Olympische Spiele ausrichten möchte, Steuerbefreiung ab. Denn dieser Privatverein nach Schweizer Recht ist de facto ein globaler Konzern, verhandelt mit Staaten und Organisationen wie den UN und besitzt fast diplomatischen Status, unbehelligt von Strafgesetzen oder internationalen Konventionen.

Willige Bewerber akzeptieren alle Bedingungen

Das Zauberwort «Olympische Spiele» veranlasst Staaten und potentielle Ausrichterorte dazu, bereits im Vorfeld auf alle Bedingungen des IOC einzugehen, obwohl die Geschäftsgebaren des IOC als sehr umstritten gelten. Das IOC nutzt die Willigkeit der Bewerber um die Ausrichtung der Spiele, um Bedingungen zu diktieren, die Geschäftspartner im normalen Geschäftsleben weder fordern noch akzeptieren würden. Die Bewerberstädte geben ihre Unterschrift praktisch als Rechtsvorgänger des Organisationskomitees der Olympischen Spiele (OCOG) ab, obwohl ihnen keinerlei Einflussnahme eingeräumt wird. Das OCOG plant, finanziert und führt die eigentlichen Spiele durch. Dazu gehören die Organisationskosten und die Kosten für temporäre Einrichtungen. Zum OCOG Budget gehören die Einnahmen aus Fernsehrechten, Marketingrechten, Lotterie- und Münzprogrammen sowie Zuwendungen des IOC. Das gesamte Restrisiko wird von Bund, Land und Ausrichterorten getragen. Alle permanenten Einrichtungen, wie die Infrastrukturen und alles was verbleibt und nicht gleich wieder abgebaut wird, muss von den Ausrichterorten finanziert werden.

Sittenwidrige Knebelungsverträge

Die Entwürfe der Verträge des IOC mit den Bewerberorten wurde von den Juristen des Landes Salzburg bei ihrer Beurteilung des Host City Vertrages von Salzburg (Bewerbung 2014) als sittenwidrige Knebelungsverträge bezeichnet (Axel Doering, Gesellschaft für ökologische Forschung e.V.). Es liegt im alleinigen Ermessen des IOC, welchen Teil des Reinertrages aus dem Marketingprogramm und m Verkauf der Senderechte – als wesentlichsten Einnahmequellen – es dem OCOG überlässt. Das IOC hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung von Verpflichtungen des OCOG nach alleinigem Ermessen Zahlungen bis zu 25 Prozent zurückzuhalten. Das IOC behält sich einseitige, inhaltlich völlig undefinierte und dem OCOG derzeit noch unbekannte Änderungen seiner technischen Leitfäden, Bücher und anderer Vorgaben vor, und zwingt u.a. das OCOG, sich an diese Änderungen anzupassen. Das OCOG darf Kapazität, Inhalte, Lage, Struktur, Konstruktion der laut Bewerbung vorgeschlagenen Austragungsstätten bzw. des Olympischen Dorfes ohne IOC-Zustimmung nicht ändern. Das heisst, dass das Kandidaturdossier für die Behörden gegenüber dem IOC verbindlich ist, bevor die für die Olympiabauten ordentlichen Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden.

Die Agenda 2020 des IOC ändert mit ihren Verträgen an der Fremdbestimmung gegenüber den Ausrichtern nichts

„Agenda 2020“ – Wie das IOC sein Geschäftsmodell erweitern will

20.11.2014, aktualisiert 19.09.2017 Von Wolfgang Zängl

Auslöser für diese „Reform“ war unter anderem der Rückgang der Bewerber für Olympische Winterspiele. Von ursprünglich neun wurden in Graubünden, München und Krakau die Bewerbungen 2022 abgewählt. Barcelona, Stockholm, Lviv/Lemberg und Oslo zogen zurück. Übriggeblieben sind zwei Diktaturen: Kasachstan mit Almaty und China mit Peking. Dazu kommt die abschreckende 50-Milliarden-Dollar-Party in Sotschi.

Thomas Bachs Olympia-Reform: Weniger Kosten, mehr Wettbewerbe

18.11.2014 Von Jens Weinreich

Agenda 2020: So heißt das Reformpaket, das das IOC in Lausanne vorgestellt hat. Das Paket soll die Bewerbungskosten für Olympische Spiele senken und Transparenz erhöhen. Von einer Revolution ist das IOC jedoch weit entfernt.

Alles hübsch inszeniert

10.12.2014 Von Thomas Kistner aus Monte Carlo

Das IOC will Olympia billiger machen. Aber wird es in Zukunft auch Ausrichterstädte wählen, die sich mit bescheidenen Konzepten bewerben? Die Selbstreform des olympischen Verbandes wirkt arg berechnend.

Die Ölspur des Geldes führt nach Peking

23.02.2015 Von Evi Simeoni

Echter Schnee, imposante Sportstätten, eine begeisterte Bevölkerung: Almaty, der kasachische Bewerber für 2022, hat alles, was Olympische Winterspiele brauchen. Trotzdem ist Peking Favorit. Warum nur?

Vergabe von Sportereignissen: Warum nie der Beste Olympia gewinnt

30.07.2015 Von Thomas Kistner

China oder Kasachstan? Katar oder Putin? Immer mehr Sportereignisse finden bei umstrittenen Gastgebern statt. Wo sportliche Großereignisse ausgetragen werden, entscheidet nicht mehr die Eignung des Kandidaten. Sondern politische und wirtschaftliche Interessen.

Chancenlos gegen den Kommerz

28.11.2016 Von Max Hägler

Olympia läuft künftig nicht mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, sondern auf Eurosport. Die Sublizenzen waren ARD und ZDF zu teuer. Das könnte sich noch als Problem erweisen.

Schwarzer Tag für Olympia

12.02.2017 Von Thomas Kistner

Graubündens Bürger stimmen klar gegen eine Bewerbung für die Winterspiele 2026. FDP-Chef Christian Lindner wirbt derweil für eine Austragung der Sommerspiele in Nordrhein-Westfalen - mit alten Argumenten.

Ewig ruft Olympia

27.02.2017 Von Florian Gasser (Seite 2)

Ökonomen der Universität Oxford veröffentlichten im vergangenen Jahr eine Studie zum Thema. Ihre Ergebnisse sind trist. Sie schreiben: "Eine Stadt und ein Land, die sich dafür entscheiden, Olympische Spiele durchzuführen, die entscheiden sich für eines der teuersten und finanziell riskantesten Megaprojekte, die es überhaupt gibt."

Olympische Sommerspiele zu verschenken

23.03.2017 Von Thomas Kistner

Los Angeles und Paris stehen für 2024 bereit - und sonst so? In der westlichen Welt will kaum einer mehr Olympische Spiele austragen.

Monopolympia

12.07.2017 Aus Lausanne berichtet Jens Weinreich

Glaubt man IOC-Chef Thomas Bach, gibt es eigentlich nur Gewinner: Die neuen Olympia-Gastgeber Paris und Los Angeles - und natürlich sein Komitee. Die Wahrheit sieht anders aus.

Unbehagen gegen das IOC

17.10.2017 Von Dominik Kortus: Olympia-Gastgeber dringend gesucht

Das nächste traditionelle Wintersportland sagt "Nein": Die Tiroler Bevölkerung hat der Bewerbung Österreichs mit Innsbruck für die Olympischen Winterspiele 2026 eine Absage erteilt. Die Probleme des IOC reißen nicht ab, die Gigantomanie stößt an Grenzen.

Das Volk legt oft das Veto zu Olympia ein

18.10.2017 Analyse von Hansueli Schöchli in der NZZ am 18.10.2017

 Volksentscheide im In- und Ausland deuten auf wachsende Skepsis gegenüber Olympia.

 
Ö1 Dimensionen am 28.09.2017 (Audio 25 MInuten)...

Grün ist nur der Rasen

Olympische Spiele oder eine Fußballweltmeister-schaft austragen zu dürfen, galt lange Zeit als Renommee für Städte und Länder. Doch in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Gemeinden und Regionen, die sich gegen eine Kandidatur entschieden haben, gestiegen. Nicht selten gingen dem massive Bürgerproteste voraus.

Die Gründe: Immense Kosten, hektische Bautätigkeiten zu Lasten der Bewohner, große Belastungen durch den riesigen Besucherandrang, soziale Probleme, Sportstätten, die nach dem Event leer stehen, Schulden, Umweltschäden. Das Internationale Olympische Komitee scheint inzwischen Probleme zu haben, Bewerber für die Winterspiele in westlichen Ländern zu finden.

...und die IOC-Karavane zieht weiter...

Der einzige Gewinner

Explodierende Kosten, verwaiste Sportstätten, immer weniger Bewerber: Mit der "Agenda 2020" will das Internationale Olympische Komitee alles besser machen. Sport inside zieht Bilanz - und findet weiterhin nur einen garantierten Gewinner.

Widerstand gegen Olympia und WM...

Widerstand gegen Olympia und WM

Unsinnige Stadien, vergeudete Milliarden, vertriebene Einwohner: So sieht die Bilanz von Olympischen Spielen etwa in Sotschi, Turin oder Athen aus. Viele Bürger wollen nicht mehr die Verlierer solcher Mega-Sport-Events sein.

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Warum Sotschi nicht in den Alpen liegt

Die Olympischen Winterspiele 2014 könnten auch in den Alpen stattfinden: Die Kandidatur von Salzburg/A fiel damals beim IOC durch. Heute haben Olympische Winterspiele bei den AlpenbewohnerInnen kaum mehr Chancen.
CIPRA hat die Erfahrungen der letzten Jahre aufgearbeitet

Barbara Wülser, CIPRA International:

«Nur das IOC hat noch nicht gemerkt, dass der Olympische Geist tot ist. Die Funktionäre reiben weiterhin fleissig an der Lampe und versprechen dem Geist einen Haufen Geld, auf dass er herauskomme und den Menschen Sand in die Augen streue. Wenn das nicht funktioniert, so wie in den Alpen im März 2013 in Graubünden und jetzt im November in München, haben sie immer noch einen Plan B: Sie lassen sich von Autokraten bestechen und vergeben die Spiele in totalitär regierte Länder, wo die BürgerInnen nichts zu sagen haben.»