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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Graubünden bleibt Olympia erspart

05.03.2013

Eine kleine Antiolympia-Initiative brachte die Planungen für die Schweizer Olympiabewerbung 2022 zu Fall (Neues Deutschland, Sozialistische Tageszeitung).

Am Ende sagten die Schweizer Nein: Bei einer Volksabstimmung im Kanton Graubünden über eine Bewerbung für Winterolympia 2022 stimmten 52,7 Prozent gegen eine Bewerbung. Die Wahlbeteiligung war mit 59 Prozent ungewöhnlich hoch: Ein Erfolg für STEFAN GRASS* vom Komitee Olympiakritisches Graubünden.

nd: Glückwunsch zum Erfolg Ihrer Kampagne. Worüber genau hatten die Bündner denn abzustimmen?
Die Frage war sehr lang und sehr kompliziert formuliert. So kompliziert, dass sie sogar im Deutschunterricht als Anschauungsbeispiel benutzt wurde. Die Schweizer können mit so etwas aber umgehen. Im Grunde genommen hieß es: Wollt Ihr im Kanton 300 Millionen Franken von insgesamt einer Milliarde für diese Olympischen Spiele ausgeben: ja oder nein?

Ist das Nein der Graubündner also eher ein wirtschaftliches Nein oder ein umweltpolitisches?

Es gab viele Gründe dagegen zu stimmen, es war am Ende wohl die Summe aller Neins.

Wie hatten sich denn die Medien in der Frage positioniert?
Also, der Ringier-Konzern hat mit der Boulevardzeitung »Blick« und der »Schweizer Illustrierten« eine grausige Pro-Olympia-Kampagne gestartet. Aber viele Zeitungen und auch die elektronischen Medien haben sehr kritisch über die Olympiapläne berichtet.

Wie professionell konnten Sie mit Ihrem Komitee Olympiakritisches Graubünden arbeiten? Wie viel Geld hatten Sie?
90 000 Franken aus Spenden, die wir für zwei Plakatkampagnen genutzt haben. Wir waren 22 Leute. Auf der Gegenseite wurden dagegen etwa fünf Millionen Franken ausgegeben. Da wurden viele Papiere geschrieben, mehrere Büros beauftragt und insgesamt 200 Veranstaltungen mitorganisiert. Die haben den ganzen Kanton ein halbes Jahr lang aufgemischt - und das in vier Sprachen.

Was bleibt Graubünden nach dem Nein seiner Bürger nun erspart?
Auch wenn nicht so gigantisch geplant wurde wie für Sotschi 2014 oder Pyeongchang 2018 - Olympia wäre verheerend für die Region ausgefallen. In Turin kann man sich eins zu eins anschauen, wie schlimm es nach den Spielen von 2006 dort aussieht. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) schließt mit den Ausrichtern stets wahre Knebelverträge ab, und Graubünden wäre danach komplett fremdbestimmt worden. So haben wir das auch in unseren Inseraten stets formuliert. Das wollten die Leute nicht.

Durch das Nein steigen indes die Chancen einer möglichen Münchener Bewerbung. Wie waren die Reaktionen von den deutschen Antiolympia-Aktivisten?

Da überwiegt eindeutig die Solidarität in den Alpenländern. Man hat sich in München gefreut, dass der Widerstand gegen das IOC so erbittert, ja bärbeißig war. Dem IOC gehen so langsam ernstzunehmende Kandidaten aus. Und dort kriegen sie eine Krise, weil sie aus dem Alpenraum wohl bald gar keine Kandidatur mehr bekommen werden.

Fragen: Jirka Grahl

*Stefan Grass ist Leiter des Komitees Olympiakritisches Graubünden
Schon seit dem Jahr 2000 ist Stefan Grass (59) Antiolympia-Lobbyist. Erst trat der Umweltingenieur gegen die Bewerbung von Davos 2010 an, danach für die Alpenschutzorganisation CIPRA. Seitdem Graubünden Winterolympia 2022 in Angriff nahm, fungiert er als Leiter des Komitees Olympiakritisches Graubünden, das am Sonntag ein Nein im Referendum feiern konnte.

Olympische Spiele, bloß nicht!

13.03.2013. Gigantismus, Intransparenz, hohe Kosten – Olympia scheint in Demokratien nicht mehr mehrheitsfähig. Finden globale Sport-Events künftig nur in autoritären Staaten statt? (Zeit online, Sport).

Münchens Olympiabewerbung 2022: Die Fragen dahinter

06.03.2013. Noch vor 10 oder 20 Jahren hätte man sich das nicht vorstellen können: Dass die Bürger einer Region sich mehrheitlich gegen Olympische Spiele aussprechen. Oberbayerisches Volksblatt

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.