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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

„Die Leute haben schlicht keine Lust auf Olympia“

17.11.2018

Bei Olympia-Kandidat Schweden steht es aktuell nicht gut um die Stockholmer Bewerbung für 2026. Es fehlt an politischer Unterstützung – vor allem nach der unklaren Reichstagswahl vom September, sagte ARD-Korrespondent Carsten Schmiester im Dlf. Aber das entscheidende Kriterium für die Bewerbung sei nicht die Politik. (Deutschlandfunk)

Carsten Schmiester im Gespräch mit Matthias Friebe

Nach dem Aus der Bewerbung Calgarys für die Olympischen Winterspiele 2026, sind mit Stockholm und Mailand/Cortina d'Ampezzo nur noch zwei Bewerber im Rennen. Doch um die schwedische Kandidatur sieht es überhaupt nicht gut aus, sagte ARD-Korrespondent Carsten Schmiester aus Stockholm im Dlf. Man sei auf politische Entscheidungstraäger angewiesen, aber nach der Reichstagswahl im September ist noch völlig unklar, wann und wie die neue Regierung aussehen wird. „Die Politik hat im Moment ganz andere Sorgen als Olympia“, sagte Schmiester.

Stockholm stößt an seine Kapazitätsgrenzen

Zwar gehe es den Schweden aktuell noch sehr gut, doch die Bevökerung merke, dass das Wachstum nicht ungezügelt weiter gehen könne. „Das fußt alles auf einer Immobilienblase, die dicker und dicker wird und man hat Angst, dass sie bald platzen könnte“, berichtete Schmiester. Zudem wachse die Stadt extrem und stoße an allen Ecken und Enden an ihre Kapazitätsgrenzen. Infrasturkturprobleme und viele Baustellen würden den Alltag vieler Stockholmer prägen. Die Bewohner können sich nur unschwer vorstellen, noch mehr Baustellen durch Olympa ertragen zu müssen.

Außerdem sei das Image des IOC in Schweden nicht wohl gelitten. „Die Leute haben schlicht keine Lust auf Olympia“, sagte der Schweden-Korrespondent der ARD.

Referendum? „Dann ist die Sache tot“

Ein großer Pluspunkt der Stockholmer Bewerbung sei zwar die Einbindung anderer Länder und Wettkämpfstätten. So sieht der Plan vor, Rodeln, Bob und Skeleton in Lettland auszutragen. Dennoch werde weiterhin ein Großteil der Wettkämpfe in der schwedischen Hauptstadt abgehalten. „Die Stadt erträgt die Belastung einfach nicht, wo sie mit sich selber im Moment genug zu tun hat.“

In der Bevölkerung sei die Mehrheit gegen die Olympia-Bewrbung, sagte Schmiester. Selbst wenn die Poltik sich für eine Kandidatur entscheiden sollte, käme man um die Befragung der Bevölkerung mittels eines Referendums nicht herum – und da sei die Sache dann eindeutig. „Dann ist die Sache tot“.

 

„Mailand wirbt mit kleinen Spielen“

17.11.2018. Nach der Absage von Calgary verbleiben Stockholm und Mailand im Rennen um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026. Die Veranstalter in Mailand und Cortina d'Ampezzo seien zuversichtlich, dass die Bevölkerung hinter ihnen stehe, sagte ARD-Korrespondent Jan-Christoph Kitzler im Deutschlandfunk.

Jan-Christoph Kitzler im Gespräch mit Matthias Friebe

Es gebe Umfragen, dass 80 Prozent der Italiener die Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo befürworteten. „Das ist eine gute Zahl, aber natürlich weiß man das nicht so genau. Es gibt keine eigene Umfrage in der Stadt selber“, meint ARD-Korrespondent Jan-Christian Kitzler.

400 Millionen Euro in acht Jahren

Die Macher seien aber davon überzeugt, dass die Bevölkerung hinter ihnen stehe. Die Ansage sei, dass man in den nächsten acht Jahren 400 Millionen Euro auftreiben müsse. Das solle vor allem mithilfe privater Geldgeber geschehen. Innenminister Matteo Salvini habe aber bereits zugesagt, die Spiele finanziell zu unterstützen. Es gebe jedoch auch Gegenwind aus anderen Bereichen der Regierung – zum Beispiel der Fünf-Sterne-Bewegung.

Die Strategie der Veranstalter sei aktuell, mit kleinen Spielen zu werben. Neue Anlagen müssten kaum gebaut werden – Sportstätten könnten einfach benutzt werden. In Cortina würden darüber hinaus alle Anlagen für die Ski-WM 2021 in Stand gesetzt. Dennoch gebe es bei vielen Bürgern natürlich immer noch Misstrauen gegenüber Großprojekten.

Regierung schränkt Unabhängigkeit des Sports ein

Ein Manko sei zur Zeit allerdings noch, dass die italienische Regierung offenbar das Nationale Olympische Komitee entmachten wolle. Damit könnte man sich beim IOC „tatsächlich nicht viele Freunde machen“, meint Kitzler. Denn das IOC poche auf die Unabhängigkeit des Sports von der Politik und die wolle man zurzeit in Italien deutlich einschränken.

Wohin kommt die Bob-Bahn? Die von Turin 2006 steht nicht zur Verfügung!
Wohin kommt die Bob-Bahn? Die von Turin 2006 steht nicht zur Verfügung!

Regierung will Nationales Olympisches Komitee entmachten

16.11.2018. Italiens neue Rechts-Regierung will das Olympia-Komitee des Landes (CONI) entmachten und sorgt mit diesem Plan für helle Empörung. Das CONI soll künftig nur noch die Entsendung von Athleten zu den Olympischen Spielen organisieren. Die Streit könnte die Olympia-Bewerbung 2026 negativ beeinflussen.

Von Jan-Christoph Kitzler

Selbst das faschistische Regime hatte mehr Respekt vor dem Nationalen Olympischen Komitee Italiens als diese Regierung, sagt CONI-Präsident Giovanni Malagò. Das sei keine Sportreform, das CONI werde gekapert.

Malagò regt sich auf, weil es ums Geld geht und um die Macht es zu verteilen. Bisher überwies die Regierung in Rom im Jahr 410 Millionen Euro an das Olympische Komitee, das es dann an die Sportverbände verteilte. Übrigbleiben sollen davon nur noch 40 Millionen – Geld, das nur im Zusammenhang mit den Teilnahmen an Olympischen Spielen ausgegeben werden soll.

Streit kommt zur Unzeit

Die restlichen 370 Millionen sollen dem CONI entzogen und einer neuen Gesellschaft zugeschlagen werden, die sie verteilen soll – die Kriterien dafür will die Regierung noch festlegen. So ist es im Haushaltsgesetz der Regierung in vier Zeilen geplant – das Parlament muss dem aber noch zustimmen.

Der Streit könnte zur Unzeit kommen, denn das norditalienische Mailand bewirbt sich um die Olympischen Winterspiele 2026. Und das Internationale Olympische Komitee, das entscheiden muss, schätzt Einflussnahme der Politik gar nicht. Malagò ist zudem auch gerade erst ins internationale Olympische Komitee berufen worden, hat also mächtige Fürsprecher.

Trotzdem bleibt die Regierung in Rom hart: an der Reform werde nichts geändert, sagt der zuständige Minister, schließlich sei sie Teil des Koalitionsvertrages.

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.