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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Olympiakandidaten geben auf und das IOC hat keinen Plan B

29.12.2018

Es war diese Woche international nur eine kleine Randnotiz. Aber die Aussage heißt: Olympiaboss Bach lebt weiter weltfremd. (Salzburger Nachrichten)

MIT ABSTAND VON RICHARD OBERNDORFER

Es waren ein paar Sätze, die über die internationalen Presseagenturen rauschten, aber die hatten es - weitgehend kaum wahrgenommen - in sich: Für das Internationale Olympische Komitee (IOC) könnten die Winterspiele 2026, die im Juni 2019 vergeben werden, zum Desaster werden. Denn rund um die zwei verbliebenen Bewerber Stockholm und Mailand/Cortina d'Ampezzo ziehen dunkle Wolken auf: Während die Italiener um die finanzielle Unterstützung der Regionen ringen, fehlt in Schweden jegliche Unterstützung aus der Politik. Gibt es noch Spiele 2026?

Und dann kam er. IOC-Präsident Thomas Bach. Der mächtigste Sportfunktionär der Welt. Er meinte diese Woche, dass es im Falle der negativen Fälle keinen Plan B des IOC geben würde. Ein solcher Plan wäre ein Beitrag zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung, meinte der Deutsche, der am heutigen Samstag seinen 65. Geburtstag feiert. Was für eine schmachvolle Ausrede. Es muss einen Plan B geben, denn auch dem IOC dürfte nicht entgangen sein, dass ihm die Bewerber für die früher glanzvollen und lukrativen Olympischen Spiele ausgehen. Es scheinen sich seit 2010 nur noch Bewerber mit autokratischen Systemen in die Olympiaschlacht werfen zu wollen. Mit Sotschi (2014) und Peking (2022) sind Bewerber zum Zug gekommen, denen keine Menschenrechte heilig sind und der Gigantismus das höchste Credo zu sein scheint. Viele dieser Nationen haben längst die Chancen durch Olympia erkannt und sie genutzt. Sport erhöht die Sympathiewerte, auch wenn im Hintergrund gemordet und gefoltert wird. Aber wie meinte der IOC-Präsident Bach zu den SN im Interview im Februar 2016 in Lillehammer: "Wir wollen auch in andere Weltgegenden gehen, um dort den Wintersport populär zu machen." Doch nicht um jeden Preis!

Klar ist: Geordnete Demokratien haben mittlerweile ein Misstrauen gegen internationale Organisationen - wie es das IOC ist. Das bestätigte Bach dieser Tage. Und da hat er recht. Niemand traut mehr langfristigen wirtschaftlichen Prognosen. Das betrifft natürlich in hohem Maße die Olympischen Spiele, denn die werden mit einer Vorlaufzeit von sieben Jahren vergeben. Ein nicht kalkulierbares Risiko für Länder, die mit anderen finanziellen Belastungen der Jetztzeit kämpfen müssen. Wo bleibt aber die Reaktion der Olympiagranden? Wann merkt das IOC, dass sein System verkrustet und ausgelaufen ist? Ist das die Lösung der Zukunft, wenn einfach im Paket Spiele vergeben werden? So wie für die Sommerspiele 2024 und 2028, wo es mit Paris und Los Angeles nur mehr einen Bewerber gegeben hat?

Viele Fragen und nur eine Antwort: Es ist Zeit, vonseiten des IOC wieder mehr Vertrauen in eine geordnete Abwicklung bei der Vergabe von Olympischen Spielen zu bringen. Weg von Heimlichkeiten und hin zur Transparenz. Die Zeit des Dahinfrettens und des Durchmogelns muss vorbei sein. Ein öffentliches Eingeständnis der prekären Situation wäre ein Anfang.

Olympisches Kandidatensterben: Dem IOC gehen die Ausrichter aus

LAUSANNE. Nach dem Rückzug einiger Interessenten für die Winterspiele 2026 sind mit Stockholm und Mailand/Cortina d'Ampezzo nur noch zwei Kandidaten im Rennen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat für den Fall des Wegfallens der Schweden und der Italiener vor der Vergabe im Juni 2019 weiterhin keinen Plan B, wie IOC-Chef Thomas Bach ausführte.

"Ein solcher Plan wäre ein Beitrag zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, und den wollen wir wirklich nicht leisten", sagte der Deutsche. Während die Italiener um die finanzielle Unterstützung der Regionen ringen, fehlt den Schweden noch der Rückhalt aus der Politik.

Bachs Einschätzung nach steigt das Interesse von möglichen Ausrichtern an den Winterspielen 2030 aber wieder an. "Wir haben die Kandidaturphase für diese beiden Spiele noch gar nicht gestartet, dennoch haben bereits Japan mit Sapporo, die USA, Argentinien, Spanien und Georgien Kontakt mit uns aufgenommen." Für 2026 hatten sich ursprünglich sieben Kandidaten - darunter auch Innsbruck bzw. Graz/Schladming - interessiert. Um die Sommerspiele 2024 und 2028 bewarben sich nur Paris und Los Angeles.

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