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Kontakt

Leiter des Komitees Olympiakritisches Graubünden: 

Stefan Grass

081 250 67 22
E-Mail

Milliardenbusiness Olympische Winterspiele: Wer kassiert - und wer bezahlt die Zeche?

09.02.2013

Das Komitee Olympiakritisches Graubünden lädt am 14. Februar ab 19 Uhr zu einem Referat von Sportjournalist Jens Weinreich in den Brandis Saal 12 ein. Anschliessend beantwortet er zusammen mit Nationalrätin Silva Semadeni Fragen aus dem Publikum. Die Veranstaltung ist öffentlich (Medienmitteilung des Komitees Olympiakritisches Graubünden).

Was kosten die Olympiabewerbung Graubünden 2022 und die mögliche Ausrichtung der Winterspiele 2022 wirklich? Wo liegen die Risiken? Was ist von den stets optimistischen Hochrechnungen der Bewerber und ihrer Auftragsstudien zu halten? Wer profitiert von den Spielen? Nach welchen Kriterien entscheiden die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC)? Gewinnt tatsächlich die beste Bewerbung oder sind andere Faktoren wie Korruption ausschlaggebend? Welche Chancen hätte eine Bewerbung Graubündens überhaupt?

Auf diese und andere drängende Fragen bietet der deutsche Sportjournalist Jens Weinreich Antworten an – gespickt mit Dokumenten und nachprüfbaren Fakten. Weinreich ist Experte für internationale Sportpolitik, für die Finanzierung von Mega-Events und Korruption im Sport. Weinreich war jahrelang Sportchef der Berliner Zeitung und arbeitet seit 2008 wieder als freier Journalist. Er verfolgt die Geschäfte von Sportkonzernen wie IOC und FIFA konsequent wie nur wenige Journalisten weltweit. Seit mehr als zwei Jahrzehnten recherchiert er zu allen Olympiabewerbungen, hat zwei Dutzend IOC-Sessionen, hunderte Tagungen und Kongresse besucht und von zehn Olympischen Spielen und allen großen Weltmeisterschaften (Fußball, Leichtathletik, Schwimmen) berichtet. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Für weitere Auskünfte:
Anita Mazzetta, Komitee Olympiakritisches Graubünden, 076 508 16 33
Jens Weinreich, Referent, +49 172 300 68 30

Weiterführender Link: www.jensweinreich.de

Jens Weinreich
 

Termine für die Münchner Olympiabewerbung 2022:

Sommer/Herbst 2013:
Überarbeitung der alten Bewerbungsunterlagen, bis zum Herbst sollen die Machbarkeitsstudien über ein modifiziertes Sportstättenkonzept der bayerischen Kandidatur abgeschlossen sein.
• 7. September 2013:
Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2020 durch das IOC
• 10. September 2013:
Wahl von Thomas Bach zum neunten IOC-Präsidenten
• 15. September 2013:
Landtagswahl in Bayern (mit OB Christian Ude als SPD-Spitzenkandidat)
• 22. September 2013:
Bundestagswahl
• 10. November 2013:
Bürgerentscheide in vier bayerischen Kommunen, die als Olympia-Gastgeber vorgesehen sind: München, Garmisch-Partenkirchen, Schönau/Königssee und Ruhpolding
• 14. November 2013:
Meldeschluss für die Olympiabewerbung 2022 beim IOC

sogr logo

Andreas Wieland,
CEO Hamilton AG:

«Den Promotoren ist es noch immer nicht gelungen, die Risiken und die Chancen von Olympia aufzuzeigen. (...) Weil fundiertes Datenmaterial fehlt, müssen Gilli und seine Leute in praktisch jede Talschaft und jedes Dorf reisen, um für Olympia zu werben. Im Geschäft ist es meistens so, dass man nur für schlechte Produkte Werbung machen muss. Gute verkaufen sich schnell und kommt ohne viel Werbung aus.»

NZZ Logo

Martin Müller, Assistenzprofessor, Universität St. Gallen:

«Die Winterspiele sind in vielerlei Hinsicht die falsche Medizin für die strukturelle Malaise. Als Imageträger taugen sie für Orte wie St. Moritz wie auch für die Schweiz wenig.
Ganz im Gegenteil: Die Breitenwirkung der Olympischen Spiele, die für Sponsoren wie Coca-Cola und McDonald's interessant ist, würde die Exklusivität der im Luxussegment etablierten Marke St. Moritz konterkarieren».