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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Déjà-vu: Olympische Winterspiele in Italien

04.07.2019

Zwanzig Jahre nach den Spielen 2006 in Turin kehren die Olympischen Winterspiele 2026 in die italienischen Alpen zurück. In den Austragungsorten ist der Jubel gross und die Erwartungen sind hoch. Doch der Blick auf vergangene Spiele mahnt zur Vorsicht, denn allzu oft haben sie Schulden und Bauruinen hinterlassen. (CIPRA International)

Ruinen im Turiner HInterland....

Nachdem im Vorfeld die Alpenstädte Sion, Graz und Innsbruck sowie das japanische Sapporo und das kanadische Calgary ihre Kandidaturen zurückgezogen hatten, vergab das Internationale Olympische Komitee (IOC) die 25. Olympischen Winterspiele an Mailand und Cortina. Das Tandem setzte sich gegen Stockholm und Åre durch, deren Bewerbung nicht wirklich überzeugte und von der schwedischen Regierung nur halbherzig unterstützt worden war. In Italien ist die Begeisterung bei Politikern und in den Medien grenzenlos. Doch ist der Jubel wirklich berechtigt? Oder gibt es auch Grund zur Sorge?

Laut Bewerbungsdossier sollen die Spiele auf mehrere Orte verteilt und viele bestehende Anlagen genutzt werden. Die Erfahrung von Turin 2006, vor allem, wenn man sich die Gesamtkosten und die verlassenen Bobbahnen, Skisprungschanzen oder Biathlonanlagen Sportstätten in den Bergdörfern anschaue, sollte den Veranstaltern und der Politik eigentlich eine Lehre sein, sagt Francesco Pastorelli, Geschäftsführer von CIPRA Italien. «Eine grosse Stadt wie Mailand mag in der Lage sein, ein solches Grossereignis zu verkraften und sogar davon zu profitieren. Auf die betroffenen Berggebiete ‒ Valtellina und Dolomiten ‒ trifft das hingegen nicht zu.»

In der Form, wie sie heute vom IOC konzipiert sind, eignen sich diese Grossereignisse nicht für die Berggebiete, wie CIPRA in ihrer Position «Olympiafreie Alpen» stets betont hat. «Es gibt keine einzige Studie, die ernsthaft belegt, dass die Spiele langfristig und positiv zur Wirtschaftsentwicklung in einer Alpenregion beigetragen hätten», wie Pastorelli betont. Ganz Gegenteil zeige die Erfahrung, dass die ökonomischen Effekte von Olympischen Spielen – wenn überhaupt ‒ nur von kurzer Dauer sind.

Kurz nach dem Zuschlag für Mailand und Cortina stiegen die Aktien von Unternehmen der Immobilien- und Baubranche an der Mailänder Börse. Die Sorge, dass die Spiele als Vorwand benutzt werden, um neue Skigebietsverbindungen und Verkehrsinfrastrukturen zu bauen, ist also mehr als berechtigt.

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.