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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Bayern sagt Nein, Graubünden jubelt

12.11.2013

Das Münchner Olympiaprojekt ist gescheitert. Man sei erleichtert, sagt Stefan Grass. Der Leiter des Komitees Olympiakritisches Graubünden hatte an öffentlichen Anlässen in Bayern ein Nein propagiert (Die Südostschweiz).

VON TATJANA JAUN

München/Chur. – Auch die Münchner wollen 2022 keine Olympischen Spiele. Beim Bürgerentscheid in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Berchtesgaden und Traunstein stimmte überall eine Mehrheit gegen eine Bewerbung. Zum Nein beigetragen hat auch ein Bündner. Es ist Stefan Grass – auch wenn er das anders sieht.

«Mein Beitrag war minim», sagt er. An öffentlichen Veranstaltungen in Bayern hat der Leiter des Komitees Olympiakritisches Graubünden mit dem Bündner Beispiel für ein Nein geworben. Das letzte Mal vor 14 Tagen in München. Mit den geltenden Reglementen und Vertragsbedingungen des International Olympic Committee (IOC) sei es nicht mehr verantwortbar, Olympische Winterspiele in den Alpen durchzuführen. Zu teuer und überdimensioniert sei das Projekt.

Grass war nicht nur auf der Bühne. Wolfgang Zängl, Mitbegründer der Gesellschaft für ökologische Forschung und Gegner der Olympischen Spiele in München, stand Grass beratend zur Seite. Einige Reisen von Chur nach München und umgekehrt folgten. Der Kampf für dieselbe Sache eint. Inzwischen ist man freundschaftlich verbunden, wie Grass sagt. Den Grund für das Münchner Nein sieht er im «Antireflex gegen die Machenschaften einer selbstgerechten Gesellschaft des IOC». Zudem hätten die Befürworter bis zuletzt die Finanzierung nicht glaubhaft verkaufen können und die Bürger stattdessen «overkill-mässig» mit O-JA-Plakaten zugepflastert. «Die grösste Arbeit hat immer noch das Nolympia-Netzwerk um Zängl geleistet», führt Grass weiter aus.

Kräftezehrend
Ob mitverantwortlich oder nicht: Für Grass endet mit dem deutschen und schweizerischen Nein eine lange Zeit kräftezehrender Arbeit. Man sei in Bayern «erleichtert und erschöpft», sagt Grass. Während des Abstimmungskampfes in Graubünden hat das Komitee Olympiakritisches Graubünden laut Grass rund 90 000 Franken ausgegeben. In München gaben die bayerischen Kollegen mit denselben Intentionen mit 60 000 Euro etwas weniger aus. Hinter den nackten Zahlen verbergen sich aber noch viele ungezählte Stunden Freiwilligenarbeit. Wie viele Stunden die Kerngruppe Nolympia ehrenamtlich geleistet hat, weiss Grass nicht. Es müssen viele gewesen sein. «Ich hoffe, dass es die letzte Kandidatur im Alpenraum war», sagt er stattdessen.

Kein Norwegisch
Die Pläne der Norweger, in Oslo Olympische Spiele durchzuführen, wollen Grass und seine Mitstreiter nicht bekämpfen. Nicht wegen fehlender Energie, sondern, weil man sich auf den Alpenraum konzentriere, wie Grass sagt. Und man spreche nun mal auch kein Norwegisch, so Grass. Ganz vom Tisch ist das Thema Olympische Spiele aber nicht. Nach dem Münchner Entscheid werden alle Dokumentationen à jour gebracht und für weitere Kandidaturen bereitgestellt. Für diese Zwecke bleiben die Webseiten www.olympia-nein.ch und www.nolympia.de bis auf Weiteres aufgeschaltet.

Zusammenarbeit intensivieren
Daneben soll die Vernetzung von Olympiagegnern im ganzen Alpenraum weiter vorangetrieben werden. Die Alpenschutzorganisation Cipra habe sich des Themas wieder angenommen, sagt Grass. Das stimmt ihn zuversichtlich, dass ein alpenweiter Widerstand gegen olympische Projekte möglich ist. Demnächst will er in Schaan (Liechtenstein), dem Sitz von Cipra International, vorstellig werden, um die Zusammenarbeit zu intensivieren und gemeinsame Erkenntnisse aufzuarbeiten. Das Kämpfen hört nicht auf – so sehr sich das Grass auch wünscht.

Pressekonferenz im München (v.l.) mit Christian Hierneis, Ludwig Hartmann und Viola von Cramon mit Gast aus Chur und schwarzem Bündner Plakat - für München 2022 aktualisiert
Pressekonferenz im München (v.l.) mit Christian Hierneis, Ludwig Hartmann und Viola von Cramon mit Gast aus Chur und schwarzem Bündner Plakat - für München 2022 aktualisiert
 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

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Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

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Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

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