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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Auch Österreich bewirbt sich nicht um die Winterspiele 2026

06.07.2018

Nächster Rückschlag für das IOC: Nach der Schweiz hat nun auch Österreich seinen Verzicht auf eine Bewerbung um die Winterspiele 2026 mitgeteilt. (Donaukurier)

Nächster Rückschlag für das Internationale Olympische Komitee (IOC): Nach der Schweiz hat nun auch Österreich seinen Verzicht auf eine Bewerbung um die Winterspiele 2026 mitgeteilt. Das österreichische Olympia-Komitee ÖOC informierte am Freitag auf seiner Homepage darüber, dass man sich nicht wie geplant mit den Städten Graz und Schladming um die Spiele in acht Jahren bemühen werde.

Als Grund für den überraschenden Rückzug führte das ÖOC mangelnde Unterstützung durch die Politik an. Aufgrund der derzeit herrschenden politischen Diskussionen müsse das ÖOC "mit großem Bedauern feststellen, dass ein klares politisches Bekenntnis bzw. eine entsprechende Unterstützung durch die steirische Landesregierung ? vom ÖOC von Beginn an als obligatorisch erachtet ? bis heute nicht erfolgt ist", teilte das ÖOC mit.

Das IOC sei bereits über das Ende der Bewerbungsbemühungen informiert worden, hieß es weiter. "Wir bedauern, unseren Top-Athleten und den Wintersport-Fans diese einmalige Chance, Olympische Heimspiele, in naher Zukunft nicht ermöglichen zu können", erklärten ÖOC-Präsident Karl Stoss und Generalsekretär Peter Mennel.

Das ÖOC drückte zugleich die Hoffnung aus, dass mit der Machbarkeitsstudie und den bereits geleisteten Organisationsarbeiten eine mögliche Basis für zukünftige Bewerbungsverhandlungen geschaffen worden sei. "An den Voraussetzungen, dass eine Wintersport-Nation wie Österreich nachhaltige Winterspiele zu organisieren vermag, hat sich aus ÖOC-Sicht jedenfalls nichts geändert", hieß es in der Erklärung.

Die Hoffnungen des IOC auf eine Rückkehr der Winterspiele in eine traditionelle Region erhielten damit den nächsten Dämpfer. Anfang Juni war die Schweiz mit der Stadt Sion abgesprungen. Die Bewohner im Wallis stimmten gegen die Gewährung eines Kredits in Höhe von 86 Millionen Euro für die Kandidatur und ließen alle Olympia-Träume der Befürworter platzen.

Nach dem Rückzug von Graz sind noch fünf Kandidaten für 2026 im Rennen: Italien mit den Städten Cortina, Mailand oder Turin sowie Calgary (Kanada), Sapporo (Japan), Stockholm (Schweden) und Erzurum (Türkei). Die Entscheidung über den Gastgeber der Winterspiele und der Paralympics 2026 fällt im September 2019 auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Mailand. (SID)

OLYMPIA-VOLKSBEFRAGUNG DURCHGESETZT!

06.07.2018. WINTERSPIELE WÜRDEN ENORME FINANZIELLE BELASTUNG FÜR STEIERMARK BEDEUTEN (KPÖ)

Eine steiermarkweite Volksbefragung zur Olympia-Bewerbung der Städte Graz und Schladming ist jetzt fix. Die KPÖ hat bereits am 6. Februar im Landtag einen Antrag dazu eingebracht. SPÖ, ÖVP und FPÖ haben eine Einbindung der Bevölkerung vehement abgelehnt. Mit 11.000 Unterschriften in Graz hat die KPÖ jetzt eine landesweite Befragung durchgesetzt.

Ursprünglich hat die Landesregierung argumentiert, man müsse auf die Machbarkeitsstudie warten. Diese liegt vor, wird aber offenbar von der Landesregierung als wenig glaubwürdig eingestuft. Anders wäre es nicht zu erklären, dass sie nun einer „Plausibilitätsprüfung“ durch das WIFO unterzogen wird. Unabhängig von deren Ausgang wurde heute eine Volksbefragung angesetzt. Diese findet am 23. September 2018 statt.

„Das finanzielle Abenteuer Olympia würde sehr viel Geld kosten und der Bevölkerung enorme Belastungen aufbürden. Die Landesregierung schließt Krankenhäuser und Schulen, weil angeblich kein Geld da ist. Da ist es das Mindeste, dass man die Menschen befragt, ob sie diese Geldvernichtung wirklich wollen“, betont KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler, die im Landtag mehrere Dringliche Anfragen zur Olympia-Bewerbung eingebracht hat. Ohne die KPÖ wäre dieses wichtige Thema kein einziges Mal im Landtag zur Sprache gekommen.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass Finanz- und Sportlandesrat Anton Lang (SPÖ) unmissverständlich festhielt, dass das Land Steiermark keine Budgetmittel für Olympische Spiele bereitstellen wird und auch keine Haftungen für Graz und Schladming übernehmen werde. Auch eine Deckung von Defiziten werde nicht übernommen. Laut Medienberichten nannte LH-Stv. Schickhofer ein allfälliges Olympia-Engagement des Landes ein „Himmelfahrtskommando“.

Die KPÖ steht dem Plan, Graz zur Host City der Olympischen Winterspiele 2026 zu machen, kritisch gegenüber. Die vorher errechneten Kosten wurden in allen Olympia-Städten um durchschnittlich 179 Prozent überschritten. Die finanziellen Nachwehen wären noch sehr lange zu spüren, wenn die Spiele längst vergessen sind. Es gibt auch keine ökologisch nachhaltigen Winterspiele. Nachhaltig war bisher immer nur die Teuerung der Wohn- und Lebenshaltungskosten an den Austragungsorten.

5x Null = Null
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OLYMPIA: ÖOC STOPPT NAGLS LUFTSCHLOSS!

06.07.2018. Grüne begrüßen Entscheidung

Erfreut reagieren die Grünen auf die ÖOC-Entscheidung, die Olympiabewerbung des Grazer Bürgermeisters Nagl zurückzuziehen: "Das finanzielle Himmelfahrtskommando von Nagl wurde rechtzeitig gestoppt, dem Bau des teuren Kartenhauses wurde Einhalt geboten", sagt der Grüne Klubobmann Lambert Schönleitner​ erleichtert. "Positiv ist auch zu erwähnen, dass Landeshauptmann Schützenhöfer und Landesrat Drexler hier Linie gehalten haben und nicht die Naglsche Geldverbrennungsmaschine unterstützt haben."

"Es wirft im Übrigen auch ein spannendes Licht auf die Seriosität von Nagls Machbarkeitsstudie, die ja behauptet hat, es würde kein Steuergeld gebraucht werden, wenn das ÖOC den Rückzug jetzt mit der mangelnden finanziellen Unterstützung des Landes argumentiert", so Schönleitner. "Offensichtlich ist auch dem ÖOC auch klar, dass die Volksbefragung über Nagls Luftschloss negativ ausgegangen wäre", betont der Grazer Klubobmann Karl Dreisiebner​: "Diese Entscheidung ist gut für Graz!"

"Wir hoffen, dass Nagls Olympia-Flop dazu führt, dass er in Zukunft seine Phantasie-Projekte zur Seite legt und stattdessen anfängt, reale Politik zu betreiben", so Schönleitner abschließend.

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.