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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

081 250 67 22
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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Von der Kandidatenkür zum IOC-Diktat

Der nacholympische Zahltag

Schon die Kandidatur für Davos 2010 war mit 1.2 Milliarden Franken und geplanten 1.1. Millarden für Verkehrsinfrastrukturen auch nicht gigantisch. Gigantisch waren die Kosten in Vancouver bei den effektiven Spielen.

Die Olympischen Winterspiele sollten gemäss der Kandidatur Vancouver 2010 zwei Milliarden Dollar kosten und 51 Millionen kanadische Dollar Gewinn bringen. Dazu sind in alter IOC-Tradition die gesamte Infrastruktur und die Kosten für Sicherheit (sie stiegen von anfangs 117 Millionen Dollar auf 712 Millionen Dollar) nicht enthalten – genau wie in der Bewerbung Davos 2010. Die offiziellen Gesamtkosten liegen bei sieben bis acht Milliarden kanadischer Dollar (ca. 6 Milliarden €). Jetzt kommt der nacholympische Alltag. Jetzt kommt der Zahltag. Sechs Milliarden kanadische Dollar wurden in die Winterspiele und die Infrastruktur investiert: Kapital, das nun für wichtige Aufgaben fehlt. Als erstes wurden in Vancouver die Kultur-Subventionen um 90 Prozent gekürzt. Das Defizit beträgt nach Auskunft des Finanzministers von British Columbia 925 Millionen kanadische Dollar (rund 713 Mill. €), die die Stadt über Jahrzehnte zurückbezahlen muss – 17 Jahre Schuldendienst für 17 Feier-Tage.

Olympische Spiele sind Schuldenfallen!

Die Umweltorganisationen zusammen mit SP, JUSO und VERDA stellen sich geschlossen gegen Olympische Winterspiele in Graubünden. Aus den Erfahrungen der vergangenen Winterolympiaden warnen sie nicht nur vor der Umweltzerstörung, sondern auch vor einem drohenden finanziellen Desaster. Die wirtschaftlichen Erwartungen sind erfahrungsgemäss im Vorfeld von Olympiaden so hoch, dass sie nicht erfüllt werden können. Dies bestätigen Untersuchungen in Lillehammer, Calgary und Albertville: Die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen beschränken sich auf die Phase kurz vor, während, und kurz nach der Durchführung der Winterolympiade. Die langfristigen positiven Auswirkungen auf Arbeitsplatzstruktur und Gesellschaft sind in den Austragungsorten und der Region gering: siehe Studien von Stettler und Teigland.

Olympische Winterspiele sind nicht nachhaltig. Dem langfristig geringen wirtschaftlichen Nutzen steht eine hohe Schuldenlast für die öffentliche Hand und eine schwerwiegende ökologische Belastung gegenüber.

 
von Ueli Pfister, Illustration, Comics + Grafik, Basel
von Ueli Pfister, Illustration, Comics + Grafik, Basel
 
NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherr-lichkeit internationaler Sport-verbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdarstellung.

Pro Natura Schweiz

Trilogie zu Sion 2026 im Pro Natura Magazin

Bei den beiden Olympia-Absagen in Graubünden hat er die Fäden gezogen, nun ist Stefan Grass zuversicht-lich, dass sich auch der Kanton Wallis gegen eine Olympia-Kandidatur aus-spricht – aber nicht nur aus Umweltgründen.

Anfang Juni entscheidet die Walliser Stimmbevölkerung, ob der Kanton die Kandidatur von Sion für die Olympischen Winterspiele 2026 unter-stützen soll. Thierry Largey, Walliser Kantonsrat für die Grünen und Geschäftsfüh-rer von Pro Natura Wallis, geht davon aus, dass sich die Fronten bis dahin verhärten werden.

Sion bewirbt seine Olympia-Kandidatur als nachhaltig. Doch können Olympische Spiele überhaupt nachhaltig sein? Der Wirtschaftspro-fessor und Olympia-Experte Andrew Zimbalist verneint dies entschieden.

Laura Schmid
Laura Schmid

WWF gegen Sion 2026

Olympische Spiele sind immer und überall eine untragbare Belastung für die Umwelt, die Landschaft und die öffentlichen Finanzen. Nachhaltige, ökologische Olympische Spiele sind eine Illusion. Unsere Alpen brauchen mehr Schutz und eine nachhaltige Entwicklung; olympische Spiele sind das Gegenteil davon.

Silva Semadeni
Silva Semadeni

Die Bündner SP-Nationalrätin Silva Semadeni hat im Nationalrat einen Sieg im Kampf um eine nationale Olympia-Abstimmung errungen. Sie verrät, was sie an Olympia stört und wie es nun weitergehen soll.

Fakultatives Referendum für die Unterstützung Olympischer Spiele durch den Bund

Die nationale Bedeutung Olympischer Spiele wird nicht bestritten. Unbestritten ist auch, dass ein solcher Grossanlass zu aller erst der breiten Zustimmung der Behörden und der Bevölkerung in den direkt betroffenen Gemeinden und Kantonen bedarf. Die Zustimmung der Schweizer Bevölkerung für das kostspielige nationale Grossereignis ist aber ebenso kohärent.

OWS 2026: Kosten und Finanzierung

Der Bund muss einen Grossteil der Finanzierung und das Risiko für die Durchführung der Spiele übernehmen und gegenüber dem IOC die entsprechen-den Garantien abgeben. Bund und Kantone werden auch für die wegen Terrorgefahr gestiegenen Sicherheitskosten aufkommen müssen.