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Kontakt

Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

081 250 67 22
E-Mail

Der Weg zu OWS 2022

• 03. März 2013:
«Graubünden 2022» ABGEWÄHLT

• 17. Oktober 2013:
«Barcelona 2022» VERZICHTET

• 10. November 2013:
«München 2022» ABGEWÄHLT

• 17. Januar 2014:
«Stockholm 2022» VERZICHTET

• 26. Mai 2014:
«Krakau 2022»
ABGEWÄHLT

• 30. Juni 2014:
«Lwiw 2022»
VERZICHTET

• 31. Oktober 2014:
«Oslo 2022»
VERZICHTET

• 31. Juli 2015:
«Peking 2022»
The Winner is the IOC

Vom Wunschtraum zum Alptraum!

Unverbindliche Kandidatur

Am Beispiel der Bewerbungsdossier «Davos 2010» und «Salzburg 2014» sowie «München 2018» und «St. Moritz 2022» ist bekannt, dass das IOC nicht nur seine Host City-Verträge mit den Veranstaltern erst nach der willkürlichen Vergabe der Spiele abschliesst, sondern knallhart seine Rechte sichert. Alle Wunschvor-stellungen, Beteuerungen und Versprechungen werden auch im Bewerbungsdossier für «Graubünden 2026» sehr schnell zur Makulatur.

Zur Zeit existiert nicht mehr als eine – natürlich positive – Machbarkeitsstudie für 2026. Erst nach gewonnener Bündner-Abstimmung am 12. Februar 2017 wird ein Vorprojekt (Applicant City) lanciert, das dann die Hürden beim IOC nehmen muss: die Vorselektion und wenn genehm, die erlaubte Kandidatur als Candiate City. Und nach einer allfälligen Vergabe der Spiele nach Graubünden bleibt vieles für das IOC immer noch nicht verbindlich. Bei einer Kandidatur zu Olympischen Winterspielen sollte das Bewerbungsdossier für Bund, Kanton und Ausrichterorte behördenverbindlich vorliegen. Dieses Dossier müsste ebenfalls für die Veranstalter, der Swiss Olympic und dem IOC, vor und nach der Vergabe verbindlich sein. Nach bewilligten Krediten durch Bund, Kanton und Ausrichterorte, darf keine weitere öffentliche Nachfinanzierung erfolgen. Es braucht verbindliche Zusagen des IOC, dass an der Kandidatur, die dem Volk vorgelegt wird, nichts mehr verändert wird. Die gab es am 3. März 2013 nicht und die wird es bei der Abstimmung am 12.Februar 2017 nicht geben.

Die Kosten sind gigantisch

Die Promotoren für «Graubünden 2022» betonten, dass sie vom Gigantismus weg wollen. Im 2026 wollen sie für die Durchführung kein öffentliches Geld einsetzen. Wer vom IOC ist an nicht gigantischen Spielen interessiert, wo doch soviel Geld damit zu verdienen ist. Kleinere Spiele kann es ausserdem gar nicht geben, denn die Anzahl Disziplinen ist vorgegeben, die Anzahl Sportler, Medienleute, Sponsoren und Gäste ist in den letzten Jahren stets gewachsen. Der heutige riesige Begleittross mit mehr als 10'000 Medienschaffenden und 20’000 Volontaris sowie die IOC-Mitglieder und dessen grosses Umfeld nahm drastisch zu und kann nicht mehr beziffert werden. 

Im 1988 nahmen 57 Nationen teil. Im 2010 waren es bereits 82 Nationen. Ebenfalls stieg die Anzahl TeilnehmerInnen von 1'423 auf 2'629 an. Im Unterscheid zu dieser linearen Entwicklung haben sich die Kosten exponentiell entwickelt. Die offiziellen Gesamtkosten von Turin im 2006 sind noch mit 3.4 Milliarden Euro angegeben, in Vancouver sollen es sechs Milliarden Euro sein. In Sotschi waren es 50 Milliarden US-Dollar. Grundsätzlich waren die Gesamtkosten für die Vorbereitung und Austragung der Spiele immer viel höher, als das Budget vorsah, und die Kosten der Schuldenabtragung, die Instandhaltung der Sportstätten, der Erhalt der Infrastruktur und für die Umweltschäden waren nie eingerechnet worden.

Siehe OWS-Kosten seit 1924 –––>

 
 
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OWS seit 1924: Was sie kosten sollten - und was sie dann kosteten

Bei den Endkosten handelt es sich um Schätzungen nach Beendigung der jeweiligen Spiele. Erfasst sind nicht nur die reinen Olympiakosten, sondern auch die Aufwendungen für die komplette Infrastruktur. Um die Zahlen vergleichbar zu machen, wurde der Euro-Kurs von 2012 zugrunde gelegt.