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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Vom Wunschtraum zum Alptraum!

Unverbindliche Kandidatur

Am Beispiel der Bewerbungsdossier «Davos 2010» und «Salzburg 2014» sowie «München 2018» und «St. Moritz 2022» ist bekannt, dass das IOC nicht nur seine Host City-Verträge mit den Veranstaltern erst nach der willkürlichen Vergabe der Spiele abschliesst, sondern knallhart seine Rechte sichert. Alle Wunschvor-stellungen, Beteuerungen und Versprechungen werden auch im Bewerbungsdossier für «Graubünden 2026» sehr schnell zur Makulatur.

Zur Zeit existiert nicht mehr als eine – natürlich positive – Machbarkeitsstudie für 2026. Erst nach gewonnener Bündner-Abstimmung am 12. Februar 2017 wird ein Vorprojekt (Applicant City) lanciert, das dann die Hürden beim IOC nehmen muss: die Vorselektion und wenn genehm, die erlaubte Kandidatur als Candiate City. Und nach einer allfälligen Vergabe der Spiele nach Graubünden bleibt vieles für das IOC immer noch nicht verbindlich. Bei einer Kandidatur zu Olympischen Winterspielen sollte das Bewerbungsdossier für Bund, Kanton und Ausrichterorte behördenverbindlich vorliegen. Dieses Dossier müsste ebenfalls für die Veranstalter, der Swiss Olympic und dem IOC, vor und nach der Vergabe verbindlich sein. Nach bewilligten Krediten durch Bund, Kanton und Ausrichterorte, darf keine weitere öffentliche Nachfinanzierung erfolgen. Es braucht verbindliche Zusagen des IOC, dass an der Kandidatur, die dem Volk vorgelegt wird, nichts mehr verändert wird. Die gab es am 3. März 2013 nicht und die wird es bei der Abstimmung am 12.Februar 2017 nicht geben.

Die Kosten sind gigantisch

Die Promotoren für «Graubünden 2022» betonten, dass sie vom Gigantismus weg wollen. Im 2026 wollen sie für die Durchführung kein öffentliches Geld einsetzen. Wer vom IOC ist an nicht gigantischen Spielen interessiert, wo doch soviel Geld damit zu verdienen ist. Kleinere Spiele kann es ausserdem gar nicht geben, denn die Anzahl Disziplinen ist vorgegeben, die Anzahl Sportler, Medienleute, Sponsoren und Gäste ist in den letzten Jahren stets gewachsen. Der heutige riesige Begleittross mit mehr als 10'000 Medienschaffenden und 20’000 Volontaris sowie die IOC-Mitglieder und dessen grosses Umfeld nahm drastisch zu und kann nicht mehr beziffert werden. 

Im 1988 nahmen 57 Nationen teil. Im 2010 waren es bereits 82 Nationen. Ebenfalls stieg die Anzahl TeilnehmerInnen von 1'423 auf 2'629 an. Im Unterscheid zu dieser linearen Entwicklung haben sich die Kosten exponentiell entwickelt. Die offiziellen Gesamtkosten von Turin im 2006 sind noch mit 3.4 Milliarden Euro angegeben, in Vancouver sollen es sechs Milliarden Euro sein. In Sotschi waren es 50 Milliarden US-Dollar. Grundsätzlich waren die Gesamtkosten für die Vorbereitung und Austragung der Spiele immer viel höher, als das Budget vorsah, und die Kosten der Schuldenabtragung, die Instandhaltung der Sportstätten, der Erhalt der Infrastruktur und für die Umweltschäden waren nie eingerechnet worden.

Siehe OWS-Kosten seit 1924

 
 
NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherr-lichkeit internationaler Sport-verbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdarstellung.

Pro Natura Schweiz

Trilogie zu Sion 2026 im Pro Natura Magazin

Bei den beiden Olympia-Absagen in Graubünden hat er die Fäden gezogen, nun ist Stefan Grass zuversicht-lich, dass sich auch der Kanton Wallis gegen eine Olympia-Kandidatur aus-spricht – aber nicht nur aus Umweltgründen.

Anfang Juni entscheidet die Walliser Stimmbevölkerung, ob der Kanton die Kandidatur von Sion für die Olympischen Winterspiele 2026 unter-stützen soll. Thierry Largey, Walliser Kantonsrat für die Grünen und Geschäftsfüh-rer von Pro Natura Wallis, geht davon aus, dass sich die Fronten bis dahin verhärten werden.

Sion bewirbt seine Olympia-Kandidatur als nachhaltig. Doch können Olympische Spiele überhaupt nachhaltig sein? Der Wirtschaftspro-fessor und Olympia-Experte Andrew Zimbalist verneint dies entschieden.

Laura Schmid
Laura Schmid

WWF gegen Sion 2026

Olympische Spiele sind immer und überall eine untragbare Belastung für die Umwelt, die Landschaft und die öffentlichen Finanzen. Nachhaltige, ökologische Olympische Spiele sind eine Illusion. Unsere Alpen brauchen mehr Schutz und eine nachhaltige Entwicklung; olympische Spiele sind das Gegenteil davon.

Silva Semadeni
Silva Semadeni

Die Bündner SP-Nationalrätin Silva Semadeni hat im Nationalrat einen Sieg im Kampf um eine nationale Olympia-Abstimmung errungen. Sie verrät, was sie an Olympia stört und wie es nun weitergehen soll.

Fakultatives Referendum für die Unterstützung Olympischer Spiele durch den Bund

Die nationale Bedeutung Olympischer Spiele wird nicht bestritten. Unbestritten ist auch, dass ein solcher Grossanlass zu aller erst der breiten Zustimmung der Behörden und der Bevölkerung in den direkt betroffenen Gemeinden und Kantonen bedarf. Die Zustimmung der Schweizer Bevölkerung für das kostspielige nationale Grossereignis ist aber ebenso kohärent.

OWS 2026: Kosten und Finanzierung

Der Bund muss einen Grossteil der Finanzierung und das Risiko für die Durchführung der Spiele übernehmen und gegenüber dem IOC die entsprechen-den Garantien abgeben. Bund und Kantone werden auch für die wegen Terrorgefahr gestiegenen Sicherheitskosten aufkommen müssen.