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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Das Märchen von den Gratisspielen

10.10.2018

Fünf Jahre ist Thomas Bach nun Chef des Internationalen Olympischen Komitees. Unter Bach wurden Verträge mit TV-Stationen und Sponsoren im Wert von etwa 14 bis 15 Milliarden Dollar abgeschlossen. Die Finanzen stimmen, doch die Diskussionskultur ist schlecht, Kritiker dringen kaum durch. (SPIEGEL ONLINE)

Von Jens Weinreich aus Buenos Aires

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Zurzeit zählt das IOC 104 Mitglieder, fünf scheiden Ende des Jahres aus Altersgründen aus. Seit 2013 wurde rund ein Drittel neuer Mitglieder kooptiert, kein IOC-Präsident zuvor hat das Gremium derart zügig neu gemischt. Bach wird so weiter machen. Seine erste Amtszeit läuft bis 2021, dann wird er satzungsgemäß für vier Jahre verlängern und 2025 als Präsident ausscheiden. Die Finanzen stimmen: Unter Bach wurden Verträge mit TV-Stationen und Sponsoren im Wert von etwa 14 bis 15 Milliarden Dollar abgeschlossen, zuletzt mit dem Allianz-Konzern bis 2028.

Auf Bachs letzter Session als IOC-Präsident im Jahr 2025 würden normalerweise die Sommerspiele 2032 vergeben, für die sich in Nordrhein-Westfalen Bachs FDP-Parteifreund Michael Mronz, ein Sportvermarkter und Medienunternehmer, ins Zeug wirft. Aber in Sachen Olympiabewerbungen ist nichts mehr normal im IOC, nachdem in den vergangenen Jahren in demokratischen Nationen mehr als ein Dutzend Bewerbungen am Widerstand der Bevölkerung und sogar der Skepsis von Politikern gescheitert sind. Weil für die Sommerspiele 2024 mit Paris und Los Angeles nur zwei Kandidaten blieben, hatte Bach schon den historischen Doppelbeschluss eingeleitet: Die Spiele 2024 wurden an Paris, die für 2028 an Los Angeles vergeben.

Momentan deutet alles darauf hin, dass für 2032 Spiele auf der koreanischen Halbinsel die erste Option sind. Bach schrieb seinem IOC, und damit vor allem seiner Politik, gerade erneut die Annäherung zwischen Nord- und Südkorea auf die Fahnen. Die gemeinsame koreanische Eishockeymannschaft, die Teilnahme der Nordkoreaner bei den Winterspielen im Februar in Pyeongchang, sei der Anfang vom Ende der Eiszeit gewesen.

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"No Costs Olympics"

Die üblichen Horrormeldungen über explodierende Olympiakosten prallen am IOC-Präsidenten ab. So hat in Tokio, Gastgeber der Sommerspiele 2020, die Regierung vom Rechnungshof gerade eine Auflistung aller Kosten machen lassen: 26 Milliarden Dollar, vielleicht mehr. Tokios Organisationskomitee (TOCOG) sprach auf der IOC-Session aber nur von 12,3 Milliarden, zudem feiern TOCOG und IOC die Weisheit der angeblichen Reform-Agenda 2020 von Bach: Allein deshalb habe man die Kosten in Tokio um 4,3 Milliarden Dollar reduzieren können. Bach sagte zu den jüngsten Berechnungen des japanischen Rechnungshofs nur, man werde den staatlichen Stellen schon erklären, welche Kosten olympiabedingt seien und welche nicht.

Bei den Winterspielen sieht es schlimmer aus, da geht es ums Überleben. Drei Jahre hat das IOC gebraucht, um nach den spektakulär gescheiterten Referenden (etwa in Österreich und in der Schweiz) nun mit Calgary, Stockholm und Mailand (gemeinsam mit Cortina d'Ampezzo) drei Kandidaten für 2026 zu finden. Ob es dabei bleibt, steht in den Sternen, im November gibt es ein Referendum in Calgary, davon hängt vieles ab.

Bachs Vizepräsident Juan Antonio Samaranch, Sohn des gleichnamigen langjährigen IOC-Chefs, hielt das nicht davon ab, in Buenos Aires den äußerst bizarren Begriff der "No Costs Olympics" zu prägen. Für den Organisationsetat werde kein Cent öffentlicher Mittel gebraucht.

"No Costs Olympics", an diese Wortschöpfung werden sich die Steuerzahler in Olympiastädten gewiss noch lange erinnern.

Die Sicherheitskosten zahlt nie das IOC
Die Sicherheitskosten zahlt nie das IOC

Olympia in Tokio könnte 22 Milliarden Euro kosten

09.10.2018. Unangenehme Studie für Japans Olympia-Komitee: Die Kosten für die Olympischen Spiele im Jahr 2020 sind offenbar mehr als doppelt so hoch wie bisher gedacht.

Japans Rechnungshof warnt mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio vor hohen Kosten. 22 Milliarden Euro sollen die Gesamtkosten für die zweiten Sommerspiele in Tokio nach 1964 am Ende betragen.

Etwa 80 Prozent davon werden demnach Steuergelder sein. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) steuert weitere 1,5 Milliarden Euro bei, der Rest setzt sich aus Einnahmen aus Sponsoring, Merchandising und Ticketverkäufen zusammen.

Damit würden die Ausgaben um mehr als 100 Prozent steigen. Noch im Dezember hatten die Organisatoren einen Etat von 10,3 Milliarden Euro angegeben. Doch Japans Regierung habe laut Rechnungshof schon jetzt 6,2 Milliarden Euro ausgegeben, obwohl die Spiele erst in gut 21 Monaten beginnen.

Wie die Behörde festgestellt hat, habe die Regierung zwischen 2013 und 2017 insgesamt 286 Projekte in Auftrag gegeben, die in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen standen. Viele dieser Projekte, die dem Ausbau von Straßen und Sportstätten oder einer verstärkten Sicherheit dienen, wurden bislang nicht erfasst. Offenbar wurden aber auch Programme eingerechnet, die nur einen entfernten Bezug zu Olympia hatten.

Das IOC reagierte mit Unverständnis. John Coates, Vorsitzender der Koordinierungskommission für Tokio 2020, warnte, man müsse genau hinschauen, wofür das Geld ausgegeben werde. Einige der in dem Bericht aufgeführten Programme seien "keine Kosten der Spiele".

Die letzten Olympischen Sommerspiele in Rio hatten 2016 vier Milliarden Euro gekostet. Vier Jahre zuvor hatte die Ausrichtung des Events in London 13 Milliarden Euro gekostet. Allerdings sind diese Zahlen mit Vorsicht zu betrachten, da nicht immer transparent ist, welche Kostenstellen bei der Berechnung berücksichtigt werden - und welche nicht.

(bka/tbe/AP/sid)

Spektakuläre Razzien in den letzten Monaten lassen ein System aus Geld, Gier und Macht vermuten. Auf dem Spiel stehen Glaubwürdigkeit und die olympische Idee...

Das System Olympia - Geld, Gier und Macht?

IOC-Präsident Thomas Bach gibt sich gerne als Vorkämpfer gegen Korruption und Doping. Weltweit ermitteln Staatsanwaltschaften gegen hohe IOC-Funktionäre: Wurden Spiele und Posten gekauft?

 
 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.