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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Die letzten beiden Olympia-Bewerber sind selbst noch Wackelkandidaten

09.01.2019

Vorsicht Rutschgefahr! Die beiden übrig gebliebenen Bewerber für die Olympischen Winterspiele 2026 werden nach dem offiziellen Abgabeschluss der genauen Unterlagen zur Kandidatur am Freitag, 11.01.2019 Wackelkandidaten bleiben. Denn in Schwedens Hauptstadt Stockholm und in Italien, das mit Mailand und Cortina D‘Ampezzo antritt, gibt es Widerstände in der Politik gegen die Spiele. (TT/APA)

Das Internationale Olympische Komitee (IOC), das den Ausrichter der Winterspiele 2026 erst im Rahmen der 134. Session von 24. bis 26. Juni in Lausanne wählt, versucht alles, um die beiden Kandidaten Mailand/Cortina und Stockohlm bei Stange zu halten, nachdem fünf der ursprünglich sieben Bewerber - Graz/Schladming, Sion, Sapporo, Erzurum/Türkei und Calgary - vorzeitig abgesprungen sind. Vom Szenario eines nicht völlig ausgeschlossenen Rückzugs der zwei Kandidaten will IOC-Präsident Thomas Bach nichts wissen. Für diesen Ernstfall gebe es keinen Plan B. Vielmehr demonstrierte er Optimismus: „Ich bin sicher, dass wir 2026 einen hervorragenden Gastgeber für Olympische Winterspiele haben werden.“

Dabei war schon der Start der italienischen Bewerbung holprig. Turin, Olympiastadt 2006, zog sich aus der Dreierbewerbung mit Mailand und dem Skiort Cortina d‘Ampezzo zurück. Doch es rumort weiter hinter den Kulissen. Denn die Regierung in Rom steht nicht geschlossen hinter dem Megaprojekt. Während die rechte Lega aus dem Norden für die Spiele ist, herrscht bei der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung traditionell Skepsis gegenüber Großprojekten.

„Wir sind bereit und motiviert für #Olympia2026“

Nach außen geben sich alle Beteiligten sehr passioniert und versuchen eine Frage zu klären: Wo soll bei einem Zuschlag die Abschlusszeremonie stattfinden? „Wir werden weiter geschlossen arbeiten, um dieses wichtige Ziel zu erreichen“, sagte der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana. Der Gouverneur der Region Venetien, Luca Zaia, twitterte: „Wir sind bereit und motiviert für #Olympia2026.“

Falls die Entscheidung zugunsten der italienischen Kandidatur fallen sollte, könnte 2026 in Mailand unter anderem die Eröffnungszeremonie stattfinden und das Olympische Dorf errichtet werden, wie die Zeitung „Corriere della Sera“ berichtete. Die alpinen Ski-Wettbewerbe der Männer würden in Bormio und die der Snowboarder in Livigno ausgetragen werden. In der Nachbarregion Venetien sollen die alpinen Skibewerbe der Frauen, Bob oder Skeleton und im Antholzertal in Südtirol Biathlon stattfinden.

In Schweden hat man derzeit ganz andere Probleme als die Olympia-Bewerbung: Seit der Parlamentswahl im vergangenen September sind die Skandinavier auf der Suche nach einer Regierung - und das hat auch Auswirkungen auf die Ambitionen im Zeichen der fünf Ringe.

Keine Regierung, keine Garantie

Gemeinsam mit den weiteren Unterlagen muss Stockholm eine Sicherheitsgarantie der Regierung beim IOC einreichen. Diese kann aber nicht ausgestellt werden, solange Schweden keine Regierung hat, wie Mats Olsson als Sprecher der Bewerbungskampagne sagt. Deshalb hat das IOC dafür einen Aufschub ohne Frist gewährt.

In Stockholm spricht man von einer „heißen Kartoffel“, wenn es um Olympia 2026 geht. Die Stadt selbst hat Vorbehalte, der politische Rückhalt ist gering. Ende 2018 erklärte die für den Sport zuständige Bürgerrätin Karin Ernlund, das Nein für die Austragung der Winterspiele stehe „bis auf Weiteres“ fest. Die Diskussionen laufen aber laut Olsson weiter.

Viele Schweden hoffen dennoch, Olympische Winterspiele im eigenen Land erleben zu können, darunter auch viele Weltklassesportler. Die Skilanglauf-Sprint-Olympiasiegerin Stina Nilsson ist eine von insgesamt 39 aktiven oder früheren Spitzensportlern, die sich als Botschafter für eine Austragung stark machen. „Olympische Spiele zuhause zu erleben, das ist das Größte, was ein Athlet in seiner Karriere erleben kann. Nichts toppt das“, betonte die 25-Jährige.

Das schwedische Olympia-Projekt plant mit einem Budget von rund 13 Milliarden Kronen (1,28 Milliarden Euro), zu dem das IOC 925 Millionen Dollar (808,57 Millionen Euro) beisteuern würde. Viele Neubauten sind nicht geplant, stattdessen sollen auch Anlagen außerhalb Stockholms, etwa in Falun, Aare und dem lettischen Sigulda, genutzt werden. „Wir bauen keinen Schnellzug und keinen neuen Flughafen, nur ein Skistadion, das Stockholm sowieso benötigt“, erklärte Olsson. Hinzu komme nur noch eine neue Eishalle. (APA)

Italiens Regierung leistet Garantien für Bewerbung

11.01.2019. Die italienische Regierung hat die staatlichen Garantien für die Kandidatur von Mailand und Cortina D'Ampezzo für die Olympischen Winterspiele 2026 unterzeichnet. (Dlf24)

Die Zusage des Ministerrats kam am Donnerstagabend kurz vor dem offiziellen Abgabeschluss der genauen Unterlagen für die Kandidatur am Freitag. Damit sei das Dossier geschlossen, erklärte das Bewerbungskomitee laut Nachrichtenagentur Ansa. „Mit der Unterschrift der Regierung sind es nicht nur zwei Regionen, sondern ein ganzes Land, das einen Traum unterstützt und fördert“, hieß es weiter. Die staatlichen Garantien stellen für das Internationale Olympische Komitee (IOC) weitreichende Rechte bei der Durchführung sicher. Am umstrittensten ist bei diesen Garantien meist die Steuerbefreiung für das IOC.

Das IOC wählt den Ausrichter der Spiele im Juni in Lausanne. Italien ist mit Mailand und Cortina D'Ampezzo neben Schwedens Hauptstadt Stockholm der einzige Bewerber für die Spiele 2026, zuletzt war Calgary als Bewerber ausgeschieden. Wegen Widerständen in der Politik galt auch Italien zuletzt als Wackelkandidat, die Regierung wollte zunächst keine Investitionen tätigen.

Olympia 2026: Stockholm und Mailand reichen Dossiers beim IOC ein

11.01.2019. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Freitag von den beiden Kandidaten Mailand und Stockholm die Dossiers für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026 erhalten. Dies teilte das IOC mit, der Ausrichter der Spiele wird im Juni auf der Session in Lausanne gewählt. Kurz vor Abgabe der Dossiers hatte die italienische Regierung ihre Unterstützung für die Kandidatur garantiert. (SID)

Die Dossiers seien "innovativ", sagte Octavian Morariu, der Vorsitzende des IOC-Evaluierungskomitees: "Beide haben Erfahrung in der Organisation von Weltcups und Weltmeisterschaften. Sie nutzen die vorhandene Infrastruktur, dadurch können sie die Kosten reduzieren."

Kurz vor Abgabe der Dossiers hatte die italienische Regierung ihre Unterstützung für die Kandidatur von Mailand und Cortina d'Ampezzo garantiert. "Jetzt beginnt die wahre, wunderbare Herausforderung, deren Ausgang noch ungewiss ist. Wir dürfen Stockholm nicht unterschätzen, einen sehr starken Rivalen. Wir dürfen nicht glauben, dass wir schon gewonnen haben", sagte Giovanni Malago, Präsident des italienischen Olympia-Komitees (CONI).

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

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Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

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Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

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