Banner

Kontakt

Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

081 250 67 22
E-Mail

NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Olympia ist zum Ladenhüter geworden

27.06.2019

Das IOC hat den Bewerbungsprozess für Olympische Spiele reformiert und der Sportwelt das als "Evolution der Revolution" verkauft. Dahinter steckt aber vielmehr, dass Olympia zum Ladenhüter geworden ist. (ARD)

Nach Sotschi...

Kommentar von Robert Kempe in der Sportschau im ARD

Für Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees waren die Abstimmungen über die Olympischen Spiele stets Highlights. Ihnen vorangegangen war meist monatelanges Umgarnen seitens der Bewerber, schließlich war jede der immer um die rund einhundert IOC-Stimmen wertvoll. So wertvoll, dass bei einigen Vergaben Geld floss. Verbürgt ist das etwa bei dem Skandal um die Spiele von Salt Lake City 2002. Massiv im Verdacht des Stimmenkaufs sind aber auch jüngere Vergaben: Rio 2016 oder auch die nächsten Olympischen Spiele in Tokio im kommenden Jahr. Japans Olympia-Boss Tsunekazu Takeda trat vor einigen Wochen von seiner IOC-Mitgliedschaft zurück, er hatte, so der Verdacht der Ermittler, nicht ausschließlich mit der Schönheit Japans und den modernen Sportpalästen geworben.

Und nun also der Bruch mit der olympischen Tradition des Stimmen-Gedeales. Künftig sollen zwei Kommissionen, eine für Winter- und eine für Sommerspiele, Kandidaten für die Spiele ausfindig machen. Die IOC-Mitglieder sollen letztlich nur noch abnicken. Aber: Mit der von IOC-Präsident Thomas Bach so genannten "Evolution der Revolution" will das IOC nicht dem Fehlverhalten seiner Mitglieder vorbeugen, die Änderungen haben deutlich tiefer gehende Gründe.

Denn Olympia ist zum Ladenhüter geworden. Aus den Bewerberrennen der Vergangenheit wurde Siechtum, sie sind mittlerweile mehr schlechte PR als Scheinwerferlicht für das Produkt Olympia und seinen Besitzer, dem IOC. Vor zwei Jahren rettete sich der Ringekonzern mit einer Doppelvergabe an Paris für 2024 und Los Angeles für 2028 noch so gerade vor der größten Peinlichkeit. Viele Städte, darunter Hamburg, Boston und Rom waren aus dem Bewerberrennen ausgetreten. In Hamburg waren es die Bürger, die Olympia einen Riegel vorgeschoben hatten. "Nolympics" wurde vielerorts zu einer Protestbewegung gegen Gigantismus, Verschwendung und Umweltzerstörung.

"Nolympics" als Protestbewegung

Und auch wenn es schwierig scheint, werden die Probleme der Sommerspiele noch von denen des Winters übertrumpft. Nach den Skandalspielen in Sotschi 2014, wo Milliarden pulverisiert wurden, folgten Spiele in der südkoreanischen Provinz, wo schon heute von einem versprochenen olympischen Erbe so gut wie nichts zu finden ist. 2022 geht es ins Winterparadies Peking.

Selbst in den Wintersporthochburgen in Europa und Nordamerika zogen sich die Städte zurück, weil es entweder mangelnde Unterstützung der Politik gab - wie bei der österreichischen Bewerbung mit Graz - oder letztlich die Bürger gegen Winterspiele votierten wie in Calgary oder im schweizerischen Wallis. Olympia umweht weiter ein massives Misstrauen, daran ändert auch die Wahl Mailands für 2026 nichts. Die "Evolution der Revolution", die das IOC nun vorgenommen hat ist überlebenswichtig. Vor allem für eines: Für das milliardenschwere Geschäftsmodell der Olympischen Spiele. Und damit für das IOC selbst.

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.