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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Keine Gratis-Polizisten für «Sion 2026»

17.11.2017

Sollen die Olympischen Winterspiele 2026 in der Schweiz stattfinden, ist der Kanton Wallis, als Hauptgastgeber, auf die Hilfe der anderen Kantone angewiesen. Insbesondere bei den Sicherheitskosten. (SRF1 10vor10)

Von Romana Kayser und Viviane Man

Diese sind im Budget mit 303 Millionen Franken aufgeführt. 129 Millionen soll der Bund tragen, die restlichen 174 Millionen fallen auf die Kantone. Diese Kosten könne das Wallis und die anderen Austragungskantone aber nicht alleine tragen, so die Organisatoren.

Hier ist also Solidarität der anderen Kantone gefragt. Sie sollen Polizisten an die Spiele schicken und zwar gratis oder zu einem stark reduzierten Tarif. Darauf hoffen die Organisatoren.

Heute aber ein erster Rückschlag: An der Herbstversammlung in Genf hat die Mehrheit der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren entschieden, keine Gratis-Polizisten an die Olympischen Spiele zu schicken. Man wolle zwar Polizisten zu Verfügung stellen, diese aber gemäss der Vereinbarung über die interkantonalen Polizeieinsätze von 600 Franken pro Tag und Polizeikraft verrechnen.

«Eine Mehrheit der Kantone war der Meinung, dass man unter dem Eindruck von zwei Nein im Kanton Graubünden zu Olympischen Spielen, einem abgelehnten Planungskredit für eine Expo und von Kostensparprogrammen in den Kantonen, nicht ohne Verrechnung Polizisten verschicken kann», begründet Schneeberger den Entscheid.

Gute Nachricht immerhin: Die kantonalen Polizeidirektoren halten die Gewährleistung der Sicherheit während der Spiele für möglich, so Schneeberger. Die Polizeikorps seien «bereit und fähig.»

Sicherheitsdirektor optimistisch

Der Walliser Sicherheitsdirektor und Mitglied des Bewerbungskomitees «Sion 2026» Frédéric Favre gibt sich nach der heutigeren Empfehlung der Polizeidirektoren trotzdem optimistisch. Gegenüber «10vor10» sagt er: «Die Kantone sind bereit, uns Sicherheitskräfte zur Verfügung zu stellen. Das zeigt, dass die Durchführung Olympischer Winterspiele in der Schweiz möglich ist.»

Betreffend der Kostenfinanzierung gehe es laut Favre jetzt darum, im Detail auszuarbeiten, wie viele Polizisten aus den anderen Kantonen notwendig seien und wie viele diese tatsächlich kosteten. «Bei der Sicherheit sind wir noch ganz am Anfang der Diskussion.»

Der Ball geht jetzt weiter an die Konferenz der Kantonsregierungen, diese gibt am 23. März 2018 ihre Empfehlung ab. Anschliessend entscheidet jeder Kanton für sich, zu welchem Tarif er Polizisten an die Olympischen Spiele entsenden würde.

NZZ

Vorerst keine Gratispolizisten für «Sion 2026»

17.11.2017. Die Kantone sind zwar «bereit und fähig», die Sicherheit während der Spiele zu gewährleisten. Aber bei den Kosten teilen sich die Meinungen.

Dies hat sich an der Herbstversammlung der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) in Genf gezeigt. Einstimmig zeigten sich die Regierungsvertreter der 26 Kantone «bereit und fähig», die Sicherheit während der Spiele zu gewährleisten.

Bei der Kostenfrage waren die Meinungen geteilt. Das Wallis hatte die anderen Kantone vor anderthalb Wochen um die gleiche Regelung wie seinerzeit bei der Fussball-Europameisterschaft 2008 gebeten. Damals entsandten sämtliche Kantone Polizisten, rechneten die in der Vereinbarung über die interkantonalen Polizeieinsätze vorgesehenen Kosten von 600 Franken pro Polizist und Tag aber nicht ab. (...)

Veränderte Bedrohungslage

Die Sicherheitskosten sind der wohl grösste Unsicherheitsfaktor für das Budget von «Sion 2026». Sie sind, zusätzlich zu den im operativen Budget bereits enthaltenen 159 Millionen Franken, derzeit mit 303 Millionen Franken budgetiert. Damit sind für «Sion 2026» etwas höhere Kosten veranschlagt worden als seinerzeit bei der Kandidatur für die Winterspiele 2022 in Graubünden, die vor dem Stimmvolk scheiterten. Grund ist die seither veränderte Bedrohungslage. Die zahlreichen Terroranschläge haben zu einer Überarbeitung der Sicherheitsdispositive geführt. Unwägbarkeiten bleiben dennoch: Die Machbarkeitsstudie des Bundes zur Sicherheit von «Sion 2026» weist beispielsweise darauf hin, dass Vergleiche mit früheren Spielen zwar schwierig seien. Dennoch falle aufgrund verfügbarer Zahlen auf, beispielsweise der Spiele 2010 in Vancouver, dass die Sicherheitskosten deutlich höher ausgefallen seien als jene, die nun für «Sion 2026» prognostiziert werden.

«Die Kosten werden deutlich unterschätzt»

19.10.2017. Teuer, nicht zielorientiert, nicht nachhaltig: Martin Müller, Experte für Sport-Grossanlässe, glaubt nicht an Sion 2026.

Interview mit Martin Müller, Professor für Humangeographie

SRF News: Wie gross sind die Chancen, dass es 2026 tatsächlich Olympische Winterspiele in Sion gibt?
Martin Müller: Ich bin da eher skeptisch. Alle Volksentscheide zu Olympischen Spiele in westlichen Ländern waren in den letzten Jahren negativ – egal ob Sommerspiele oder Winterspiele. Skeptisch macht mich zudem das Finanzierungskonzept: Die Kosten für Winterspiele in der Schweiz wurden meiner Meinung nach deutlich unterschätzt.

Waren die Kosten bisher immer höher?
Im Moment ist im Schweizer Konzept von zwei Milliarden Franken die Rede. Wenn man die Winterspiele der letzten 20 Jahre anschaut, wäre das sensationell günstig. Vancouver 2010 ist ein gutes Referenzbeispiel, es hat zwischen sechs und sieben Milliarden gekostet. Ich bin nicht davon überzeugt, dass die Kosten in Sion so tief gehalten werden können.

Jürg Stahl, der Präsident von Swiss Olympic sagte, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) sich in dieser Frage bewegt habe. Man wisse beim IOC inzwischen, dass Spiele nur noch in einem «vernünftigen und akzeptablen Rahmen durchgeführt» werden können. Würden Sie dem zustimmen?
Nein. Wenn man das IOC anschaut, gibt es seit langem Reformbestrebungen, sie haben bereits in den 90er Jahren angefangen. Man hat damals schon gesehen, dass die Grösse der Spiele aus dem Rahmen läuft. Vor kurzem hat man die Agenda 2020 verabschiedet. Sie verspricht ein paar Schritte, die sind aber eher kosmetischer Art. Wenn man schaut, was passiert ist, klaffen Rhetorik und Entwicklung weit auseinander. Das IOC hat es nicht geschafft, die Spiele kleiner zu halten oder kleiner zu machen. Deswegen sehe ich nicht, dass tatsächlich etwas passiert. (...)

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.