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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Unabhängigkeit des Italienischen NOK bedroht

08.08.2019

Der Status des Nationalen Olympischen Komitees Italiens ist gefährdet. Der italienische Senat stimmte für einen Gesetzentwurf, der der Regierung die Befugnis für Eingriffe im NOK geben würde. Ein echtes Problem für das IOC, besonders da in Italien 2026 Winterspiele stattfinden sollen. (Dlf)

Von Heinz-Peter Kreuzer

Das Internationale Olympische Komitee ist aufgeschreckt. 2026 sollen die Winterspiele in Mailand stattfinden und Italiens Gesetzgeber wollen nun die Autorität des Nationalen Olympischen Komitees CONI untergraben. In einem Brief an CONI-Präsident Giovanni Malagò schreibt der für die NOKs zuständige IOC-Direktor James Macleod:

„Wie es unter diesen Umständen üblich ist, haben wir diese Bestimmungen sorgfältig geprüft. Und das IOC meldet ernsthafte Bedenken an. Wenn diese Bestimmungen genehmigt werden, würden sie die Autonomie von CONI eindeutig beeinträchtigen.“

Gespräche im September

Das IOC räumt zwar ein, dass NOKs und Regierungen zusammenarbeiten müssen. Aber eine solche Zusammenarbeit müss jedoch unter absoluter und gegenseitiger Achtung der Autonomie des nationalen olympischen Komitees und der nationalen Sportverbände erfolgen. Im September hat das IOC zu Gesprächen in Lausanne eingeladen. In einem Statement heißt es:

„Wie unter diesen Umständen üblich, setzt das IOC auf die Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die aktuelle Situation im Interesse der Olympischen Bewegung in Italien reibungslos und einvernehmlich zu lösen.“

Negativ-Beispiel Kuwait

Kommt es zu keiner Einigung, hat das IOC in seinem Brief schon die Folgen aufgezeigt. Es könne ein NOK suspendieren, „falls die Verfassung, Gesetze oder andere Regularien im betreffenden Land das NOK in seiner Arbeit behindern“. So war Kuwait jahrelang suspendiert und wurde erst im Juni dieses Jahres nach einer Änderung des kuwaitischen Rechts wieder aufgenommen.

Nach Italiens CONI könnte bald auch das Nationale Olympische und Paralympische Komitee der USA in den Fokus des IOC rücken. Denn neue Gesetze im US-Kongress sehen vor, es der Regierung zu ermöglichen, die Führungsgremien des USOPC und der olympischen Verbände in den USA aufzulösen.

Wackelt die Autonomie?

11.08.2019. Italiens Gesetzgeber wollen die Autorität des Nationalen Olympischen Komitees CONI untergraben. Das IOC fürchtet um die Autonomie des Sports und verlangt eine Änderung des Gesetzentwurfs. In letzter Konsequenz droht das IOC die Suspendierung des CONI an. Es geht auch um das Selbstverständnis des Sports.

Von Heinz Peter Kreuzer im Dlf

Der Sport muss um seine Autonomie fürchten. Regierungen wollen Einfluss nehmen auf die Nationalen Olympischen Komitees. Für Jules Boykoff, der an der Uni Portland im Bereich Olympia und Politik forscht und publiziert, ist dieses Handeln legitim:

„Die Regierungen weisen dem Sport viel Geld zu. Sie finanzieren Nationale Olympische Komitees, unterstützen die Sportler, oder sie richten Olympische Spiele aus. Bei diesen Investments ist es nicht unlogisch, dass gewählte Abgeordnete denken, sie müssten über die Art und Weise, wie die Regierungsgelder verwendet werden, mitbestimmen.“

(...)

Droht Italien für Tokio 2020 das Olympia-Aus?

09.08.2019. Ein neues Gesetz bringt den italienischen Sport in Bedrängnis: Wegen eines Reformplans der kriselnden Regierung könnte Italien von den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ausgeschlossen werden. Nur Drohgebärden des IOC?

Von Joscha Weber, Deutsche Welle DW

Acht Mal Gold, zwölf Mal Silber, acht Mal Bronze - mit dieser durchaus soliden Bilanz landete Italien bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 auf einem respektablen neunten Platz unter 207 teilnehmenden Nationen. Italien blieb damit klar vor anderen Sportnationen wie Spanien und Australien, den Gastgebern aus Brasilien oder den Leichtathletik-Hochburgen Kenia und Jamaika. Beim Schießen war Italien gar die mit Abstand erfolgreichste Nation. Sportlich ist das Land also kein Leichtgewicht - könnte aber unter Umständen bei den kommenden Olympischen Spielen 2020 in Tokio fehlen.

Es geht um die Unabhängigkeit - und ums Geld

Denn das Internationale Olympische Komitee (IOC) lässt aktuell seine Muskeln spielen. Der olympische Dachverband hat einen Brief nach Italien geschickt, der es in sich hat. Die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" veröffentlichte den Brief, den James Macleod, beim IOC zuständig für die nationalen Olympischen Organisationen, unterzeichnet hat. Er warnt vor der Einflussnahme der Regierung auf Italiens Olympia-Komitee (CONI). So äußerte das IOC "ernsthafte Bedenken" und erinnerte daran, dass die Mitgliedschaft in der Olympischen Bewegung "Übereinstimmung mit der Olympischen Charta und Anerkennung durch das IOC" erfordere. Das IOC droht Italiens Olympia-Komitee sogar mit dem Ausschluss, "falls die Verfassung, Gesetze oder andere Regularien im betreffenden Land das NOK in seiner Aktivität oder der Ausübung seines Willens behindern."

Grund für die Verwerfungen ist ein Reformplan der italienischen Regierung. Mit einem Gesetz will das Kabinett von Ministerpräsident Conte offenbar stärker Einfluss auf die nationale Sport-Organisation nehmen. Dabei solle eine neue Organisation entstehen, berichtet die bei Olympiathemen für gewöhnlich gut informierte Plattform "Inside the Games": Mit "Sport e Salute" (Sport und Gesundheit) werde ein neuer sportpolitischer Player geschaffen, während der Etat der nationale Olympia-Organisation CONI radikal von 400 Millionen Euro auf 40 Millionen Euro gekürzt werden solle. Solche Zahlen können dem IOC nicht gefallen.

IOC bestellt Italiens Politiker zum Rapport

"Das IOC hat diese spezifischen Bestimmungen (des italienischen Gesetzesvorhabens, Anm. d. Red.) sorgfältig studiert und einige Probleme identifiziert, die die Unabhängigkeit von CONI beeinträchtigen können", antwortet ein IOC-Sprecher auf DW-Anfrage. Das IOC habe feststellen müssen, dass diese Probleme nicht berücksichtigt wurden und das Gesetz verabschiedet wurde, so der Sprecher. Das IOC habe die Vertreter der italienischen Regierung nun für September zu einem klärenden Treffen nach Lausanne eingeladen und appellierte an die Zusammenarbeit "im Interesse der Olympischen Bewegung Italiens".

Die Sätze mögen diplomatisch formuliert daher kommen, die Aussagen sind jedoch ernst zu nehmen. Denn staatliche Einflussnahme ist etwas, das die Hüter der Ringe vom Genfer See überhaupt nicht mögen. Böse Zungen könnten sagen: Staatliche Eingriffe in die Autonomie des Sports sind für das IOC schlimmer als staatlich organisiertes Doping. Denn während Russlands Athleten trotz der größten Doping-Verschwörung der olympischen Geschichte 2016 in Rio de Janeiro nur zum Teil gesperrt wurden und die Nation am Ende Rang vier im Medaillenspiegel belegte, durften die Sportler Kuwaits nicht für ihr Land starten: Das IOC hatte Kuwait im Oktober 2015 wegen politischer Einflussnahme der Regierung auf sportliche Institutionen suspendiert, die qualifizierten kuwaitischen Sportler mussten als "Unabhängige olympische Athleten" starten.

Italiens Regierungskrise und die Folgen

Dieses Schicksal will Italien gewiss nicht teilen. Zwar wollte sich CONI-Sprecher Danilo di Tommaso auf DW-Anfrage nicht zum Thema äußern, doch Sportminister Giancarlo Giorgetti versucht, die Wogen zu glätten. Italiens Sport wolle weiter an der neuen Verordnung arbeiten, so Giorgetti, und sprach von "Missverständnissen". Sein Land hat viel zu verlieren: 2026 richten Mailand und Cortina d'Ampezzo die Winterspiele aus. Erst im Juni hatte Italien den Zuschlag bekommen und sich im Duell mit Stockholm durchgesetzt. Die Ausrichtung der Spiele in Frage zu stellen, dürfte ein weiterer Hebel sein, den das IOC betätigen könnte wenn sich Italien im Streit nicht bewegt.

Bewegung ist nun aber an anderer Stelle eingetreten: Die italienische Regierung ist in eine Krise gestürzt. Innenminister Matteo Salvini hat mit seiner Forderung nach Neuwahlen einen Konfrontationskurs mit dem Koalitionspartner eingeschlagen, Regierungschef Giuseppe Conte ist angezählt. Ausgang des italienischen Sommertheaters, das mitten in die nationalen Ferien fällt, ungewiss. Selbiges gilt auch für den Streit zwischen Italien und dem IOC.

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.