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Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

IOC erhält schwierige Bewerbungen für 2026

08.10.2018

In Buenos Aires beginnt die Versammlung des Internationalen Olympischen Komitees. Im Mittelpunkt stehen die Bewerbungen für die Winterspiele 2026. Die drei Kandidaten haben allerdings unterschiedliche Unwägbarkeiten für das IOC. (ARD Sportschau)

Von Chaled Nahar

Bei der 133. IOC-Versammlung in Buenos Aires, die am Montag und Dienstag (08./09.10.2018) stattfindet, geht die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2026 in die entscheidende Phase. Nach 2020 (Sommerspiele Tokio), 2022 (Winterspiele Peking), 2024 (Sommerspiele Paris) und 2028 (Sommerspiele Los Angeles) sind die Winterspiele 2026 die derzeit einzige offene Veranstaltung für die nähere Zukunft.

Drei Kandidaten sind übrig geblieben: Calgary, Stockholm sowie Mailand gemeinsam mit Cortina d'Ampezzo. Die türkische Stadt Erzurum hatte das IOC-Exekutivkomitee in der vergangenen Woche wegen mangelhafter Infrastruktur aus dem Kreis der Bewerber gestrichen. Graz, Sion und Sapporo waren schon zuvor aus unterschiedlichen Gründen ausgeschieden.

Drei Kandidaturen, drei große Probleme

Bei dem Treffen im Hilton-Hotel am Jachthafen Puerto Madero sollen die Delegierten nun die drei verbliebenen Bewerber zu offiziellen Kandidaturen erheben. IOC-Vizepräsident Juan Antonio Samaranch jr., Sohn des früheren gleichnamigen IOC-Präsidenten, lobte die drei Bewerbungen. Die Kandidaten verfügen seiner Ansicht nach "über große Wintersporterfahrung und eine gute Infrastruktur".

Doch es läuft nicht alles glatt für das IOC. Denn alle drei Bewerbungen bringen Unwägbarkeiten für die finanziell wichtige Veranstaltung mit sich:

Calgary: In der kanadischen Stadt steht am 13. November ein nicht bindender Bürgerentscheid darüber an, ob Calgary seine Bewerbung aufrecht erhalten soll. Eine Umfrage im August deutet auf einen engen Ausgang hin: 53 Prozent sollen sich demnach für eine Ausrichtung der Spiele ausgesprochen haben. Volksbefragungen haben für Olympische Sommer- oder Winterspiele schon in zahlreichen Städten das Ende der Bewerbungen bedeutet. Auch wenn einige nicht bindend für die Politik waren, gaben sie häufig den Ausschlag.

Stockholm: Die Bewerbung kämpft weiter um staatliche Unterstützung. Die vom IOC geforderten staatlichen Garantien - darunter beispielsweise die Steuerfreiheit - konnte die Bewerbung noch nicht abgeben. Bis Januar müssten alle Garantien stehen, sagte Bewerbungschef Richard Brisius im Branchendienst "gamesbids.com". Ein weiterer Zeitverzug könnte nun durch den anstehenden Regierungswechsel nach der Parlamentswahl im vergangenen September entstehen.

Mailand/Cortina d'Ampezzo: Die Bewerbung aus Italien erlebte bereits einige Rückschläge, vor allem als sich Turin aus dem zunächst drei Städte umfassenden Projekt verabschiedete. Ebenfalls steht hier die staatliche Unterstützung aus: Innenminister Matteo Salvini sagte zwar zu, eine italienische Bewerbung mit Mailand und Cortina d'Ampezzo zu befürworten, die Regierung wolle aber keine Investitionen finanzieren.

Die IOC-Session hat im September 2019, wenn die Entscheidung fällt, nach jetzigem Stand also die Wahl zwischen drei (noch) nicht perfekten Kandidaten. Doch was passiert, wenn sich einer oder mehrere der drei Bewerber aus politischen oder finanziellen Gründen doch noch von der Kandidatur verabschiedet?

"Es gibt keinen Plan B", sagte IOC-Präsident Thomas Bach am Samstag in Buenos Aires. "Und wir werden uns an keinen Spekulationen beteiligen." Er verwies auf das große Interesse anderer Städte für die Sommerspiele 2032. Pläne für Bewerbungen gibt es beispielsweise in Indonesien, Korea, Nordrhein-Westfalen und Indien.

Kritik wird kleingeredet

Am Samstag sprach Bach beim Forum "Olympism in Action", das das IOC ins Leben rief. Bei einer Podiumsdiskussion zu den Perspektiven künftiger Ausrichter von Olympischen Sommer- oder Winterspielen traf Bach auch auf Chris Dempsey, der die erfolgreiche Kampagne zu Bostons Ausstieg aus dem Rennen um die Olympischen Sommerspiele 2024 geführt hatte. Dempsey kritisierte erwartungsgemäß die Garantien, die die Steuerzahler in den Ländern dem IOC geben müssten. Es gebe keine positiven ökonomischen Effekte für die Ausrichter, sagte er.

Bach winkte ab und stellte die Kompetenz von Dempsey infrage: Von den fünf Personen auf dem Podium habe nur Dempsey noch nie Olympische Spiele ausgerichtet, wisse aber alles besser, sagte Bach. Boston galt als Kandidat für die Sommerspiele 2024, die Stadt zog sich aber später wegen immer lauter werdender Kritik zurück.

Was kostet die öffentliche Sicherheit?
Was kostet die öffentliche Sicherheit?

Olympia in Tokio könnte 22 Milliarden Euro kosten

09.10.2018. Unangenehme Studie für Japans Olympia-Komitee: Die Kosten für die Olympischen Spiele im Jahr 2020 sind offenbar mehr als doppelt so hoch wie bisher gedacht.

Japans Rechnungshof warnt mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio vor hohen Kosten. 22 Milliarden Euro sollen die Gesamtkosten für die zweiten Sommerspiele in Tokio nach 1964 am Ende betragen.

Etwa 80 Prozent davon werden demnach Steuergelder sein. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) steuert weitere 1,5 Milliarden Euro bei, der Rest setzt sich aus Einnahmen aus Sponsoring, Merchandising und Ticketverkäufen zusammen.

Damit würden die Ausgaben um mehr als 100 Prozent steigen. Noch im Dezember hatten die Organisatoren einen Etat von 10,3 Milliarden Euro angegeben. Doch Japans Regierung habe laut Rechnungshof schon jetzt 6,2 Milliarden Euro ausgegeben, obwohl die Spiele erst in gut 21 Monaten beginnen.

Wie die Behörde festgestellt hat, habe die Regierung zwischen 2013 und 2017 insgesamt 286 Projekte in Auftrag gegeben, die in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen standen. Viele dieser Projekte, die dem Ausbau von Straßen und Sportstätten oder einer verstärkten Sicherheit dienen, wurden bislang nicht erfasst. Offenbar wurden aber auch Programme eingerechnet, die nur einen entfernten Bezug zu Olympia hatten.

Das IOC reagierte mit Unverständnis. John Coates, Vorsitzender der Koordinierungskommission für Tokio 2020, warnte, man müsse genau hinschauen, wofür das Geld ausgegeben werde. Einige der in dem Bericht aufgeführten Programme seien "keine Kosten der Spiele".

Die letzten Olympischen Sommerspiele in Rio hatten 2016 vier Milliarden Euro gekostet. Vier Jahre zuvor hatte die Ausrichtung des Events in London 13 Milliarden Euro gekostet.

(bka/tbe/AP/sid)

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.